Übergabe mit Abstand: Bürgermeister Gerhard Betz (2. v. l.) bedankte sich am Donnerstag bei allen für die gute Zusammenarbeit.
+
Übergabe mit Abstand: Bürgermeister Gerhard Betz (2. v. l.) bedankte sich am Donnerstag bei allen für die gute Zusammenarbeit.

Neubaugebiet fertig erschlossen

67 Bauparzellen in Nandlstadt „Nord-West II“: Es kann losgehen

  • Andrea Hermann
    vonAndrea Hermann
    schließen

Nach rund drei Jahren Planungs- und Bauzeit ist das das Neubaugebiet „Nord-West II“ in Nandlstadt fertig. Nun also können die 67 Bauparzellen bebaut werden.

Nandlstadt – Es war eine der letzten Amtshandlungen von Ex-Bürgermeister Jakob Hartl, als er Ende April zum Spaten gegriffen und den Startschuss für das Neubaugebiet gegeben hat. Damals verwies er auf die „großen Hindernisse“, die in Sachen Naturschutz, Immission sowie Altlasten, Boden und Denkmalschutz überwunden werden mussten. Sieben Monate später stand an gleicher Stelle Hartls Nachfolger Gerhard Betz, der das Baugebiet quasi offiziell von der Baufirma „überreicht“ bekam.

Insgesamt werden auf einer Fläche von 5,5 Hektar 67 Bauparzellen entstehen – 36 Grundstücke als Einfamilienhäuser, 22 als Doppelhaushälften und fünf Mehrfamilienhäuser. Zudem behält die Gemeinde ein paar Grundstücke zurück. 50 Grundstücke seien bereits verkauft worden, berichtete Betz auf FT-Nachfrage – 25 davon über das Einheimischenmodell. Für diese Parzellen seien auch schon die Notarverträge „durch“, so dass im Frühjahr gebaut werden kann. Bevor jedoch die ersten Bagger anrollen, hofft Betz noch auf eine offizielle Übergabe – am Donnerstag waren nur Vertreter der Gemeinde, des Ingenieurbüros Zapf & OBW, der Baufirma Strabag, des Wasserzweckverbands Baumgartner Gruppe, Vertreter von Bayern-Grund und des Landratsamts anwesend.

Im Frühjahr werden die ersten anfangen.

Bürgermeister Gerhard Betz

Auf ihrer Facebook-Seite freut sich auch die CSU Nandlstadt über die Neubaugebiet-Übergabe: „Wir sind stolz, dass man gemeinsam mit der Verwaltung alle juristischen Fragen geklärt hat, um für alle Bewerber ein gleiches und faires Verfahren zu garantieren“, heißt es da. Und weiter: „Einzig bei den Straßennamen hätten wir uns eine Auswahl nach geschichtlicher Leistung gewünscht.“ Dabei war es CSU-Markträtin Sibylle Thiermann-Mayrhofer, die in der Marktratssitzung Mitte Juni gefordert hatte, „ein Zeichen zu setzen und Frauennamen zu wählen“. Und dieser Bitte kam der Marktrat im September nach: Alle acht zu vergebenden Straßennamen wurden nach Frauen benannt – 19 Vorschläge aus den vorgegebenen Kategorien bayerische Künstler, Volksschauspieler, Nandlstädter Persönlichkeiten und Namen, die im Zusammenhang mit dem Hopfenanbau standen zur Auswahl.

Nun also sind alle Arbeiten abgeschlossen und die Freigabe des Landratsamts liegt vor. Betz: „Im Frühjahr geht’s ab – da werden die ersten anfangen.“

Lesen Sie auch: Gemischte Gefühle bei den Hallertauer Hopfenpflanzern.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare