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Im Waldbad in Nandlstadt ist Baden vorerst untersagt: Das Gesundheitsamt hat überschrittene Bakterien-Grenzwerte gemessen.

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Bakterien: Schwimmverbot im Waldbad Nandlstadt - so ist die Lage im übrigen Landkreis

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Das Gesundheitsamt hat das Baden im Waldbad Nandlstadt untersagt, nachdem Bakterien-Grenzwerte überschritten wurden. Was die Gemeinde nun unternimmt - und wie die Lage im übrigen Landkreis aussieht, lesen Sie hier.

Nandlstadt – Alle vier Wochen werden die fünf als „EU-Badegewässer“ eingestuften Seen und Weiher im Landkreis überprüft: Sie werden in Augenschein genommen, wie Gesundheitsamtsleiter Dr. Lorenz Weigl berichtet, „und es erfolgt eine Beprobung“. Beim letzten Test war bei dem EU-Quintett – Anglberger Weiher, Echinger See, Haager Badesee, Neufahrner Mühlseen und Badesee an der Stoibermühle – alles in bester Ordnung. Die Überprüfung wurde allerdings bereits turnusgemäß in der ersten Juliwoche, vor der eigentlichen Hitzewelle, durchgeführt. Am kommenden Montag, 6. August, erfolgen nun aber bereits die nächsten Wassertests.

Das Gesundheitsamt hat aber auch alle anderen beliebten Badestellen im Blick, die nicht als EU-Gewässer eingestuft werden. Die werden zwischendurch nach dem Infektionsschutzgesetz getestet. So auch das Waldbad Nandlstadt, das am Montag, 23. Juli, dran war. Schon der „Augenschein“ fiel negativ aus, wie Dr. Weigl berichtet, „das Wasser roch muffig“. Und die bakteriologischen Untersuchungen bestätigten den ersten Eindruck: Die Grenzwerte waren überschritten.

Wie die Gemeinde nun handeln muss

Die darauf von der Gemeinde erfolgte Reinigung und Teilentleerung konnte die Wasserqualität aber nicht entscheidend verbessern. Die Werte waren weiterhin zu hoch, „eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit nicht auszuschließen“, wie Weigl berichtet. Daraufhin wurde das Baden untersagt. „Nach einer Komplettentleerung, einer Beckentotalreinigung und einer Wiederbefüllung mit unbedenklichem Brunnenwasser wird es eine erneute Kontrollprobe des Badeteichwassers geben“, teilte das Landratsamt mit. „Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, kann der Badebetrieb nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt wieder aufgenommen werden.“

So breitete sich am Freitag über dem Waldbad Stille aus – nachdem die letzten Schwimmer das Wasser verlassen hatten. Bevor um 9.45 Uhr das Badeverbots-Schild aufgestellt wurde, hatten bereits einige Damen wie gewohnt ihre Runden gedreht. Dass sie ihren Morgenschwumm in bakteriologisch bedenklichem Wasser absolviert hatten, löste anschließend bei den Frauen keine Begeisterung aus. Das Schild hätte man auch schon um 8 Uhr aufstellen können, lautete ihr Kommentar. Schließlich gingen sie jeden Tag um diese Uhrzeit baden.

Hier gibt es Infos zur Wasserqualität im Landkreis Freising

In den vergangenen fünf Jahren haben die fünf EU-Gewässer im Landkreis stets drei Sterne erhalten – volle Punktzahl also. Das bedeutet: Ausgezeichnete Wasserqualität. Über den aktuellen Zustand kann man sich auch im Internet informieren. Auf der Seite des Landratsamt – www.kreis-freising.de – das Gesundheitsamt anklicken und dort unter „Aufgaben“ den Unterordner „Badegewässer“ anklicken. Hier finden sich viele interessante Informationen, auch über die sogenannte Bade-Dermatitis (Zerkarien), die lästig aber ungefährlich ist.

Lesen Sie auch: Ungewöhnliche Aktion von Greenpeace in einem Badesee bei Freising

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