Boarisch aufg’spuit: Holledauer Musiker treten in Beirut und Singapur auf

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Weit über die Landkreis-Grenzen hinaus bekannt sind Helmut Schranner und seine Holledauer Musikanten. Kürzlich hatten die Musiker Auftritte in Singapur und Beirut. In der Hauptstadt des Libanons entstand sogar die Idee für ein neues Projekt.

Hallertau– Noch immer ist Helmut Schranner begeistert von den Auftritten in Südostasien: „Es war phänomenal! Singapur ist eine total beeindruckende Stadt.“ Sechs Tage verbrachten die Holledauer Musikanten um Helmut Schranner in der Millionen-Metropole mit rund 5,6 Milllionen Einwohner und traten dabei viermal bei der dortigen Tourismusmesse auf. Und die Bayerische Musik ist – nach anfänglicher Zurückhaltung – „super angekommen“, berichtete der Vollblut-Musiker von den Auftritten, die er sowie Maximilian Forstner, Eberhard Ade und Georg Neumeier gemeistert hatten. Vor allem die Kuhglocken, auf denen Schranner sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen spielen ließ, hatten es den Messebesuchern angetan. „Es haben alle mitgemacht – angefangen vom vierjährigen Mädchen bis hin zum 95-jährigen Senior am Gehstock“, erzählt der Musiker aus Faistenberg (Markt Nandlstadt) begeistert.

Dass Schranner das Engagement überhaupt annehmen konnte, verdankt er unter anderem Martin Keeser, Leiter der Städtischen Musikschule Freising: „Ich hätte nicht mitfahren können, wenn er mir da nicht freigegeben hätte“, betont Schranner, immerhin hätte er bei einem Josefi-Singen auftreten sollen. „Ich habe einen hervorragenden Arbeitgeber.“ Und auch tolle Kollegen, vor allem in der Schule, die Schranner bei seinen Auftritten den Rücken freihalten.

So auch einige Wochen zuvor. Bei einem Empfang der Deutschen Botschaft in Beirut durften Helmut Schranner sowie seine Musiker-Kollegen Stefan Halbinger, Eberhard Ade und Georg Neumeier auf Einladung der FMG und der Lufthansa spielen. Schranner gibt zu, dass er angesichts vieler Negativ-Schlagzeilen „mit einem komischen Gefühl“ in die Hauptstadt des Libanons gereist sei. Doch der herzliche Empfang und die Gastfreundschaft ließen mögliche Sorgen schnell vergessen. Unvergessen seien auch das „gigantische Hotel“, der „traumhafte Strand“ und der „unglaubliche Sonnenuntergang über dem Meer“. Nicht zu vergessen der Auftritt am Jachthafen vor rund 1200 geladenen Gästen und vielen Einheimischen.

Bei dem Gastspiel in Beirut hat Schranner nicht nur Land und Leute kennengelernt, sondern auch „gute Kontakte geknüpft“ – etwa zu Franziska Rabl, Opernsängerin und Lebensgefährtin von Markus Rinderspacher, SPD-Fraktionschef im Landtag. Sie habe in einem Opernpilspub gespielt – und Schranner nicht nur begeistert, sondern auch auf eine neue Idee gebracht. Was genau er plant, will er noch nicht verraten, nur so vie: „Es ist ein Projekt, das im November ein riesen Highlight wird. Das hat es in der Art noch nie gegeben.“ Welche Rollen dabei Franziska Rabl und Markus Rinderspacher spielen – man darf gespannt sein. Auch Kabarettist Christian Springer, der für den von ihm gegründeten Verein „Orienthelfer“ in Beirut war, wird in irgendeiner Form eine Rolle spielen. Welche? Abwarten.

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