1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Nandlstadt

Jens-Uwe Klein kandidiert als Bürgermeister für Nandlstadt - mit Seitenhieb für Amtsinhaber

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Jens-Uwe Klein will selbst auf den Rathaus-Thron.
Jens-Uwe Klein will selbst auf den Rathaus-Thron. © Fuchs

Jens-Uwe Klein tritt mit der neuen Gruppierung „Interessengemeinschaft Nandlstadt“ zur Bürgermeisterwahl an - und gibt einen Seitenhieb auf den Amtsinhaber.

Nandlstadt – „Gemeinsam kümmern wir uns um die Belange der Nandlstädter.“ So lautet das Motto der neu gegründeten Interessengemeinschaft Nandlstadt, kurz IGN. Aus der Taufe wurde sie von 2. Bürgermeister Jens-Uwe Klein gehoben, der in der anstehenden Kommunalwahl für die Gruppierung auch als Bürgermeisterbewerber ins Rennen gehen wird. Am Mittwoch stellte er die die IGN erstmals der Öffentlichkeit vor.

Besonders wichtig war es Klein, den Anwesenden zu erklären, warum er sich für die Gründung eines eingetragenen Vereins entschieden habe. Für die Kandidatur bei der Kommunalwahl hätte nämlich eine Namensliste völlig ausgereicht. Aber: „Wir haben ein Kommunikationsproblem in Nandlstadt“, brachte er als Beweggrund an. Dabei gehe es laut Klein nicht um die Kommunikation vom Rathaus zu den Bürgern, sondern umgekehrt.

Lesen Sie auch zum Thema: 2. Bürgermeister Jens-Uwe Klein hat für viel Aufregung im politischen Nandlstadt gesorgt. Seine Partei, die CSU, äußerte sich zu dem schwierigen Verhältnis.

IGN will Sprachrohr für Bürger sein

In den vergangenen Jahren als Vize-Bürgermeister habe er viel Kontakt mit Nandlstädtern gehabt, die sowohl persönliche als auch allgemeine Anliegen auf dem Herzen gehabt, aber nicht so recht gewusst hätten, an wen sie sich damit wenden sollen. „Gemeinsam für Nandlstadt geht vielleicht vieles einfacher und schneller“, so Kleins Hoffnung. Mit der Gründung der Interessengemeinschaft wolle er vor allem ein Sprachrohr für die Bürger schaffen.

Natürlich will Klein im März 2020 nicht als einziger Kandidat für die junge Organisation antreten. Ein bis zwei Plätze im Marktrat hält er für realistisch. „Wer sich dazu berufen fühlt, soll sich bis 18. Dezember bei mir melden“, betonte Klein. Für jeden Wahlvorschlag werde eine Liste im Rathaus ausliegen. Auf dieser müssten jeweils 120 Unterschriften aus Nandlstadt gesammelt werden, um eine Kandidatur zu ermöglichen. Klein sah darin allerdings kein Problem: „Ich denke nicht, dass es an den 120 Unterschriften scheitern wird.“

Seitenhieb an Bürgermeister Jakob Hartl

Auch einige konkrete Pläne verriet der Bürgermeisterkandidat und IGN-Gründer den Anwesenden bereits. Dazu gehört unter anderem das Einrichten eines Bürgertelefons. Insgesamt will Klein darauf setzen, mehr in Kontakt mit den Bürgern zu treten. Mit der momentanen Organisation der Marktgemeinde seitens des aktuellen Bürgermeisters Jakob Hartl ist Jens-Uwe Klein nämlich nicht unbedingt zufrieden. Sein Rat: „Wenn ihr ein Anliegen habt, wendet euch damit an jemand anderen.

Pascale Fuchs

Wer kandidiert wo als Bürgermeister? In unserem Überblicks-Artikel finden Sie Antworten.

Auch interessant

Kommentare