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Fit für den 15. März: Sieben Frauen und 16 Männer kandidieren für die Unabhängigen Wähler Nandlstadt. Gerhard Betz (vorne, Mitte) will Bürgermeister werden.

Bürgermeisterwahl 2020

3. Bürgermeister will Rathaus in Nandlstadt erobern - UWN stellt Liste auf

Gerhard Betz will frischen Wind ins Nandlstädter Rathaus bringen. Den UWN-Mitgliedern erläuterte er seine Ziele - und gab ein Versprechen.

Nandlstadt – Während der amtierende Bürgermeister Jakob Hartl (Bürgerliste Nandlstadt) noch darüber nachdenkt, ob er nicht doch noch einmal antreten soll, möchte 3. Bürgermeister und Kandidat für die Unabhängigen Wähler Nandlstadt (UWN), Gerhard Betz, frischen Wind ins Rathaus bringen. Sieben Frauen und 16 Männer haben sich am Freitag dafür auf die UWN-Liste wählen lassen.

Spitzenkandidat Betz, der seine Nominierung bereits angekündigt hatte, ist sicher, dass der Markt unbedingt bedarfs- und nicht gewinnorientiert arbeiten müsse. „Ich werfe das Geld nicht hinaus“, versprach er und umriss im überfüllten Pilspub-Nebenzimmer einige konkrete Vorhaben auf seiner Agenda. Die Erhaltung des Alleinstellungsmerkmals der Hopfengemeinde, dem Waldbad, hat für ihn eine sehr hohe Priorität. 

Kandidat Betz: „Ich lasse mich sehen“

Auch das Thema dritter Kindergarten treibt Betz um – schließlich würde der Bedarf durch das erweitere Wohngebiet in absehbarer Zeit deutlich zunehmen. Stärken möchte er die heimischen Betriebe, und er will die Kommunikation zwischen Rathaus und Bürger vorantreiben.

Um als Kommunalpolitiker sichtbar zu bleiben, sei er viel auf der Straße unterwegs. „Ich lasse mich sehen.“ Eine Vorreiter-Rolle möchte der amtierende 3. Rathauschef auch in puncto Barrierefreiheit erreichen.

Auch die Gemeinderatskandidaten haben Pläne

Die 20 Marktratskandidaten waren sich geschlossen einig, dass Betz der beste Mann für das Amt des Bürgermeisters sei. Während der Vorstellungsrunde lobten sie ihn als bürgernah, lösungsorientiert, „anders“ und ausgestattet mit einer sehr hohen sozialen Kompetenz. Bei der Kommunalwahl wird er sich mit Franz Mayer messen müssen, d er für die CSU als Kandidat ins Rennen geschickt wurde.

Viele der Marktratskandidaten sind ehrenamtlich engagiert, wie etwa die Krankenschwester Renate Stoeber. Ihre Anliegen formulierte sie um die großen sozialen Themen. Mit einer starken UWN im Rathaus würde Stoeber auch gerne das Foodsharing, das Verteilen von überschüssigen Lebensmitteln vor allem an Bedürftige, im Markt einführen.

Diplom-Ingenieur Alexander Mörwald hingegen hofft auf den Ausbau von regenerativen Energien und die Erhöhung des Betreuungsangebots für Kinder. Auch die Schulweg-Sicherung, vor allem in den Ortsteilen, sei deutlich zu verbessern. Mörwald möchte die Jugend mehr einbinden, ein Jugendparlament wäre etwa dafür denkbar. Fünf der Kandidaten für den neuen Marktrat sitzen aktuell für die UWN im Gremium. Die 36 Stimmberechtigten wählten die Liste einstimmig.

Richard Lorenz

Listenplätze

1. Gerhard Betz, 2. Alexander Mörwald, 3. Maria Rauscher, 4. Jürgen Kronthaler, 5. Robert Urbaneck, 6. Thomas Walter, 7. Regina Schillinger, 8. Patrick Nocker, 9. Claudia Matuschzyk, 10. Michael Buchberger, 11. Pascal Entrup, 12. Claudia Thalwieser-Wagensonner, 13. Anton Kühner, 14. Renate Stoeber, 15. Enrico Wendt, 16. Kerstin Dietl, 17. Florian Brunnbauer, 18. Thomas Berger, 19. Reinhard Krojer, 20. Monika Linseisen. Ersatzkandidat: 21. Florian Ferdinand

Welche amtierenden Bürgermeister nicht mehr kandidieren, und welche ihre Amtszeit gerne verlängern wollen, lesen Sie hier.

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