Auf der heimischen Terrasse mit Nandlstadt im Blick: Marianne Hirn, die am heutigen Samstag ihren 80. Geburtstag feiern kann.
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Auf der heimischen Terrasse mit Nandlstadt im Blick: Marianne Hirn, die am heutigen Samstag ihren 80. Geburtstag feiern kann.

Das Tagblatt gratuliert

Die Herzblut-Nandlstädterin: Marianne Hirn wird heute 80 Jahre alt

Seit Jahrzehnten engagiert sie sich für ihre Heimat, hat viele Spuren hinterlassen: Marianne Hirn aus Nandlstadt. Zum Geburtstag gratulieren wir mit einem Porträt.

Nandlstadt – Die Nachricht vom 80. Geburtstag von Marianne Hirn am heutigen Samstag wird so manchen überraschen. Doch es stimmt: Die bekannte und aufgeschlossene Nandlstädterin, die in der Marktgemeinde über Jahrzehnte in den verschiedensten Bereichen Akzente setzte, hat heute Grund zu feiern. Ihr größter Wunsch zum „Runden“ geht dabei Tag für Tag in Erfüllung: die Zweisamkeit mit ihrem Gatten Theo.

Die Jubilarin ist „Herzblut-Nandlstädterin“ von Kindesbeinen an. Aufgewachsen in der örtlichen Geschäfts- und Handwerkerfamilie Hofstetter, verfolgte sie das Leben im Markt immer mit großem Interesse. Geradezu ideale Voraussetzungen, um Gegebenheiten und Neuigkeiten einem größeren Kreis näher zu bringen – was Marianne Hirn schließlich zum Lokaljournalismus führte. So war sie 25 Jahre lang für das Freisinger Tagblatt aktiv, war bei den Vereinen vor Ort, widmete sich lokalen Geschehnissen, Jubiläen und auch Problemen. Meist wurden die Artikel noch mit einem Foto garniert, das mit viel Akribie – und damals noch in Schwarz-Weiß – in der heimischen Dunkelkammer entstand.

Erste Frau im Nandlstädter Marktrat

Durch ihr Interesse an den Menschen war Marianne Hirn prädestiniert, um sich der Anliegen der Bürger auch im Rathaus anzunehmen. Die Wahl in den Nandlstädter Marktrat 1984 als erste Frau war eine logische Konsequenz und erfreute vor allem ihre CSU-Fraktionskollegen am Ratstisch. Denn Marianne Hirn ging mit viel Leidenschaft und weiblicher Intuition zu Werke. Schnell hinterließ ihr Engagement auch Spuren, so wie das von ihr initiierte Nandlstädter Josefi-Singen in der Funktion als Kulturreferentin, das vielen heimischen Volksmusik-Gruppen alljährlich eine Bühne bot. Auch als Seniorenreferentin trug ihre Arbeit Früchte. Unter der Ägide Hirns wurden die monatlichen Seniorennachmittage im Markt aus der Taufe gehoben, die mit viel Programm angereichert waren. Vom Erfolg der Seniorentreffen konnte sich auch der frühere Bürgermeister Jakob Hartl persönlich überzeugen, den Marianne Hirn zu den Dezember-Zusammenkünften alljährlich als Nikolaus verpflichtet hatte.

Als Friedhofsreferentin widmete sie sich besonders der Neugestaltung des Gottesackers, vor allem der überfälligen Rasur der überalterten Thujen und der damit verbundenen Neubepflanzung. Nebenbei war die Jubilarin auch noch acht Jahre Schöffin am Amtsgericht Freising. Im Jahr 2008, versehen mit der „Silbernen Bürgermedaille des Marktes“, beendete Marianne Hirn nach 24 Jahren ihr kommunalpolitisches Engagement.

Familie voller musikalischer Leidenschaft

Mit Ehemann „Thedy“ an ihrer Seite, dem sie 1962 das Ja-Wort gegeben hatte, blieb auch die Zeit danach bis heute recht kurzweilig. Gemeinsam genießen sie ihren Lebensabend im Eigenheim am Zeilerberg. Bereichert wird ihr Glück durch die Nähe zur Familie von Sohn Karl-Heinz. Dank Schwiegertochter Angela wurde auch in die Wiegen der drei Enkelkinder Viona, Valentina und Cosima viel musisches Talent gelegt, was die Jubilarin besonders freut.

Denn die Musik spielt für Marianne Hirn seit jeher eine große Rolle. Das Spielen von Klavier, Gitarre oder Flöte bereitet ihr heute noch viel Freude. Dazu bereicherte sie den Nandlstädter Kirchenchor sowie den Gospelchor Attenhofen mit ihrer Stimme. Gerne denkt die Jubilarin auch an die Zeiten mit dem Nandlstädter Dreig’sang zurück, als sie gemeinsam mit Hildegard Betz und Anneliese Rieder in jungen Jahren auf der Bühne gestanden hat.

Und schließlich gehört inzwischen noch die Aquarellmalerei sowie das Italienischlernen zu ihren Leidenschaften. Das Schwimmen im Waldbad war bis zu dessen Schließung willkommene Abwechslung im Alltag, den auch Bergwanderungen oder ein Tänzchen an der Seite „Thedys“ versüßen. Kraft und Wohlbefinden liefert gerade in jetzigen Corona-Zeiten der heimische Garten – speziell der Blick von der Terrasse über ihren Heimatort, der ihr buchstäblich ans Herz gewachsen ist.
Martin Hellerbrand

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