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Franz Mayer will für Nandlstadts CSU das „Unternehmen Rathaus“ übernehmen

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Die Nominierung ist geschafft: Ortsvorsitzender Rainer Klier (l.) freute sich mit dem CSU-Kandidaten fürs Bürgermeisteramt, Franz Mayer.
Die Nominierung ist geschafft: Ortsvorsitzender Rainer Klier (l.) freute sich mit dem CSU-Kandidaten fürs Bürgermeisteramt, Franz Mayer. © Hellerbrand

Nandlstadts Kampf ums Rathaus ist eröffnet: 32 von 35 CSU-Mitgliedern schickten am Dienstag Franz Mayer ins Rennen ums Bürgermeisteramt. Der wiedergewählte Ortschef Rainer Klier gab derweil die Devise für die Kommunalwahl aus: Man will den Bürgermeister und die stärkste Fraktion stellen.

Nandlstadt – Die Aufregung war Franz Mayer auf dem Podium im Saal des Huberhofs in Airischwand anzumerken, als er am Montag den 35 CSU-Mitgliedern in der Hauptversammlung seinen Werdegang sowie die Beweggründe für die Bürgermeisterkandidatur darlegte. Der gebürtige Nandlstädter ist 56 Jahre alt, seit 22 Jahren mit Gattin Bettina verheiratet und wohnt im Bräuanger.

Nach Hauptschule, Mechanikerlehre und Wehrdienst folgte bei Mayer der Besuch der Meisterschule. Mit dem Abschluss als damals jüngster Kfz-Meister Niederbayerns standen ihm beruflich viele Türen offen, und ihn zog es nach München. Nach vier Jahren als Filialleiter bei ATU sowie Niederlassungsleiter von Dunlop in München folgte 1994 der Schritt in die Selbstständigkeit – mit dem Anpachten einer und in der Folge mehreren Tankstellen in der Landeshauptstadt. Als sich die Chance ergab, realisierte Mayer schließlich auch den Bau der Tankstelle in Nandlstadt im Gewerbegebiet Kitzberger-Feld, die noch heute unter seiner Führung steht. „Alles was ich begonnen habe, habe ich auch sehr erfolgreich beendet“, lautete sein Fazit.

Diese Devise soll nun auch für den politischen Weg gelten. Im Jahr 2004 CSU-Mitglied geworden, kam Mayer als Nachrücker erstmals 2009 ins Marktrats-Gremium. In verschiedensten Ausschüssen tätig, bekleidet er seit 2014 das Amt des Sprechers der inzwischen siebenköpfigen Fraktion. Schon 2014 sei ihm die Kandidatur um den Rathaussessel angetragen worden, so Mayer, was er jedoch auch aufgrund seiner erst vierjährigen Erfahrung im Gremium abgelehnt habe.

Gegen Vorwürfe gerechtfertigt

Dass er sich nun bereit fühlt, hätten mehrere Gespräche sowie eigene Überlegungen ergeben. Auch die momentane Politik habe seine Entscheidung beeinflusst: Es sei normal geworden, dass die Arbeit nach 30-jähriger Amtszeit eines Rathauschefs zur Routine werde und Neuem oft mit Vorbehalt begegnet werde. „Um gestalten zu können, muss man an der richtigen Position sein“, sagte Mayer und merkte an, zwar im Wesen eher ruhig und ausgeglichen zu sein, jedoch die andere Gangart ebenfalls zu beherrschen: „Ich bin sehr wohl in der Lage, meine Ziele auch gegen Widerstände durchzusetzen.“

Der neue Vorstand: Landrat Josef Hauner gratulierte der frisch gewählten CSU-Ortsvorstandschaft von Nandlstadt bestehend aus Birgit Sixt, Tobias Steinhart, Rainer Klier, Lorenz Schweiger und Katharina Hollweck (v. l.).
Der neue Vorstand: Landrat Josef Hauner gratulierte der frisch gewählten CSU-Ortsvorstandschaft von Nandlstadt bestehend aus Birgit Sixt, Tobias Steinhart, Rainer Klier, Lorenz Schweiger und Katharina Hollweck (v. l.). © Hellerbrand

Mit dem Leiten von mehreren Betrieben, dem Führen von zahlreichen Mitarbeitern sowie seine Qualifikationen sehe er sich in der Lage, auch das „Unternehmen Rathaus“ zu lenken: „eine Firma mit einem Umsatz von etwa 16 Millionen Euro, rund 75 Mitarbeitern und über 5000 Kunden“.

Mit dem Vorhaben, seine Tankstelle am Ortsrand schon Anfang 2020 zu verpachten, unterstrich Mayer die Ernsthaftigkeit seiner Kandidatur. Vorwürfen wegen seiner geringen Präsenz bei öffentlichen Terminen hielt Mayer seine Betriebsführung an sieben Tagen entgegen. Und den Hinweis: „Es ist leichter, eventuelle Defizite im öffentlichen Leben zu beheben als in der Finanzwirtschaft.“

Rainer Klier im Amt bestätigt

Landrat Josef Hauner gratulierte Mayer zu einer „gelungenen Vorstellung“. Im Anschluss folgte die Wiederwahl von Rainer Klier als Vorsitzenden sowie seinen Stellvertretern Birgit Sixt, Lorenz Schweiger und – neu – Andreas Steininger. Letzterer tritt die Nachfolge von Zweitem Bürgermeister Jens-Uwe Klein an, der bekanntlich das interne Rennen als CSU-Kandidat gegen Mayer verloren hatte (wir haben berichtet) und auch der Versammlung fern geblieben war. 

Schatzmeister bleibt Tobias Steinhart, neu ist die 19-jährige Katharina Hollweck als Schriftführerin für die nicht mehr kandidierende Andrea Hofstetter.

Martin Hellerbrand

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