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Wechsel an der Spitze: MdL Florian Herrmann gratulierte der neuen Nandlstädter CSU-Führung, bestehend aus Tobias Steinhart, Vorsitzendem Rainer Klier, Andrea Hofstetter, Birgit Sixt und Jens-Uwe Klein (v. l.).

Jahreshauptversammlung

Führungswechsel: Rainer Klier ist neuer Vorsitzender der CSU Nandlstadt

Nandlstadts CSU hat sich neu aufgestellt: Der 29-jährige Rainer Klier beerbt den Vorsitzenden Andreas Hofstetter, der nach zwölf Jahren die Führung aufgibt. Inwieweit diese Personalie auch schon Indiz für die Bürgermeisterwahl 2020 ist, bleibt indes offen.

Bereits die Zahl von 33 stimmberechtigten Mitgliedern stimmte Andreas Hofstetter positiv. Trotz dreier Todesfälle sei die Zahl der Mitglieder im CSU-Ortsverein Nandlstadt 2016 dank sechs Neuaufnahmen sogar auf 72 angewachsen, freute sich Hofstetter: „Eine Entwicklung, die wir schon lange nicht mehr hatten“. Drei Mitglieder aus Reihen der JU waren sogar so frisch, dass das Votum der Versammlung benötigt wurde, um ihnen Stimmrecht zu erteilen.

In seinem Bericht blickte Hofstetter auf die Höhepunkte des Vorjahrs zurück: Die 50-Jahrfeier im Huberhof mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm als Ehrengast sei das Highlight gewesen, zu dem neben den Mitgliedern auch viele Vereinsabordnungen vertreten waren. Nach diesem Erfolg sei es verschmerzbar gewesen, dass die „Nandlstädter Kultnacht“ wetterbedingt ins Wasser fiel. Sehr gute Resonanz erlebte hingegen wieder die Veranstaltung „Uns ist die Zukunft von Nandlstadt nicht egal – und Ihnen?“ im Café La Villa. Demnächst ist wieder eine Neuauflage geplant.

Wie im Vorjahr angekündigt, werde er heute „das Zepter abgeben“, sagte Hofstetter dann und ließ kurz seine zwölfjährige Amtszeit Revue passieren. Wichtige Meilensteine waren die 40-Jahrfeier mit Ehrengast Siegfried Schneider, so Hofstetter: „Damals noch Kultusminister, damals noch im Schwemmwirt“. Die folgende Kommunalwahl 2008 war überschattet von viel Diskussion und verschiedenen Standpunkten bezüglich der Bürgermeisterkandidatur. Bekanntlich schickte die CSU Martin Reiter ins Rennen, weshalb Amtsinhaber Jakob Hartl die Fronten wechselte und über die neu gegründete Bürgerliste das Rennen machte. Die Entscheidungen seien zu kurzfristig erfolgt, weshalb die Bevölkerung Verständnisprobleme gehabt habe, begründete Hofstetter das damalige CSU-Debakel mit nur vier verbliebenen Marktratssitzen.

Anders im Jahr 2014, als man sechs Ratssitze erreichte und nach dem Wechsel von Andreas Steininger von der UWN mit sieben Mandatsträgers nun sogar stärkste Fraktion sei. „Wir haben heute schon Luxusprobleme“, sagte Hofstetter, der damit andeutete, dass die CSU bereits mächtig über die Kommunalwahl 2020 brüte.

Bei den schriftlichen Neuwahlen bekam dann Rainer Klier alle 33 Stimmen, was CSU-Ehrenvorsitzenden und Wahlleiter Siegfried Massier als „starkes Pfund an Vertrauen“ erachtete. Auch, dass mit Birgit Sixt eine junge Frau als Stellvertreterin kandidierte, freute Massier: „Die Zeit der Altmännerpolitik ist vorbei.“ Mit zweitem Bürgermeister Jens-Uwe Klein wurde ein weiterer Stellvertreter gewählt, zudem behielten Andrea Hofstetter als Schriftführerin und Tobias Steinhart als Schatzmeister ihre Posten.

Die Vorschlagsliste mit den sieben Beisitzern Walter Hartinger, Martin Mayer, Michael Wacker, Andreas Selmayer, Franz Heigl, Lorenz Schweiger und Andreas Stanglmair wurde auf Intervention von Ex-MdL Rita Schweiger mit Tanja Hobmeier-Kißlinger um eine weibliche Beirätin erweitert. Zum Befürworter avisierte abermals Wahlleiter Siegfried Massier: „Junge Frauen brauchen wir immer.“

Martin Hellerbrand

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