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Über die Schlagkraft der Nandlstädter Wehr, vor allem über die Ausbildung des Nachwuchses, freute sich KBM Jakob Forster (stehend) bei der Versammlung.

Hauptversammlung

Großes Lob für Nandlstadts Feuerwehr: Leistungen „nicht selbstverständlich“

Viel zu tun gab es für die Feuerwehr Nandlstadt im zurückliegenden Jahr. Doch nicht nur für die Einsätze gab es jetzt Lob von höherer Stelle.

Nandlstadt – Personell ist die Nandlstädter Wehr bestens gerüstet, aber auch in technischer Hinsicht. Wie wichtig das war, ließ sich bei der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus dem Rückblick von Kommandant Michael Wagensonner entnehmen.

So schlugen sechs Brandeinsätze zu Buche. Der größte am 30. April in Baumgarten, als ein Schuppen Feuer fing und Flammen aufs benachbarte Wohnhaus übergriffen. Das schnelle Eingreifen und die Zusammenarbeit aller Rettungskräfte verhinderte eine Katastrophe, rief Wagensonner mit Fotos die überaus brenzlige Situation in Erinnerung. Ein weiterer Alarm galt einer brennenden Photovoltaikanlage auf einem Stall in Schatz sowie einem Auto in der Lindenstraße.

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Zu den 23 Einsätzen mit technischer Hilfeleistung gehörten mehrere Unfälle, daneben umgefallene Bäume aufgrund von Sturmschäden. Aber auch vier Fehlalarmierungen schlugen zu Buche, fast alle an altbekannter Stelle in Aiglsdorf (wir berichteten). Insgesamt brachten Wagensonner und seine Mannschaft 1042 Stunden bei 43 Einsätzen zusammen, ferner weitere 4023 Stunden mit Übungen, Schulungen sowie immer wiederkehrenden Aufgaben. Mit einer Großübung am Schulparkplatz widmete man sich auch dem Dekon-P-Fahrzeug.

Dass eine Reihe von Mitgliedern Abzeichen und Zusatzqualifikationen erworben hatte, freute auch die drei Herren vom Kreiskommando: Manfred Danner, Helmut Baur und Jakob Forster. Letztgenannter hob die gute Nachwuchsarbeit seines Abschnitts hervor, denn 46 junge Mitglieder stellten sich der Modularen Truppausbildung. Weiteres Ziel sei es, den motivierten Nachwuchs als Truppführer zu schulen. Dass die Nandlstädter Wehr für diese aufwändigen Ausbildungen ihr Haus und ihre Geräte für zur Verfügung stelle, fand Lob von Forster: „Das ist nicht selbstverständlich.“

Ebensowenig die ehrenamtliche Bereitschaft, Tag und Nacht parat zu stehen, was Bürgermeister Jakob Hartl in seinen Dank einflechtete. Daneben betonte er den Wert der Wehr auf dem gesellschaftlichen Sektor. Dies unterstrich der Rückblick von Schriftführer Markus Kurkowiak, dessen Bericht von hauseigenen Feiern wie dem Tag der offenen Tür, Südtiroler Weinfest oder Jubiläen verdienter Mitglieder bis zum Bratwurststand auf dem Christkindlmarkt reichte. Nicht unerwähnt ließ Vorsitzender Thomas Bauer die Tatkraft der Mitglieder und die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Auch deshalb bekam der Kassenbericht von Schatzmeister Stephan Zischka Beifall.

Martin Hellerbrand

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