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Herzlicher Abschied von den „Monsterchen“: Neuntklässler-Abschluss an der Mittelschule Nandlstadt

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Absolventenehrung an der Mittelschule Nandlstadt
Glückwünsche gab es für die drei besten Quali-Absolventen, Roxana Bus und Selina Massi (3. u. 4. v. l.) sowie Sandro Schier (2. v. r.), von Nandlstadts Bürgermeister Gerhard Betz, Lehrerin Ariane Eichenlaub, Lehrer Dominik Schöffel, Rektorin Elke Gold und Högertshausens Bürgermeister Michael Hobmaier (v. l.). © Hellerbrand

Die Mittelschule Nandlstadt hat am Donnerstag ihre Absolventen der neunten Klasse verabschiedet. Zum großen Finale wurde es für viele noch einmal emotional.

Nandlstadt – Da war ordentlich Musik drin, als am Donnerstag 38 Neuntklässler der Mittelschule Nandlstadt entlassen wurden. Den Schlusspunkt bildete dabei der stimmgewaltige Lehrerchor, als zwei Dutzend Pädagogen unter der Leitung von Meike Muschler den Abgängern den Bourani-Song „Ein Hoch auf euch“ als Abschiedsgruß mit auf den Weg gaben.

Ein tolles Finale, dem bei der Feier zunächst würdigende Grußworte vorausgingen. Rektorin Elke Gold konnte nämlich neben den Absolventen, ihren Eltern und Lehrerkollegen auch alle vier Bürgermeister des Schulverbands – Gerhard Betz für Nandlstadt, Hans Sailer aus Au, Michael Krumbucher aus Rudelzhausen und Michael Hobmaier aus Hörgertshausen – begrüßen. Auch im Namen seiner Kollegen übernahm Betz die Ansprache, wünschte viel Erfolg für den weiteren Weg und erinnerte an seinen Abschlusstag am gleichen Ort in der damaligen Hauptschule Nandlstadt.

Der Lehrerchor der Mittelschule Nandlstadt gab für die Absolventen das Abschlusslied „Ein Hoch auf euch“ zum Besten.
Der Lehrerchor der Mittelschule Nandlstadt gab für die Absolventen das Abschlusslied „Ein Hoch auf euch“ zum Besten. Fotos: HELLERBRAND © HELLERBRAND

Um acht Uhr habe es das Zeugnis gegeben, um halb neun sei alles vorbei gewesen, erzählte Betz, nach dem Einwickeln der Lehrerautos mit Klopapier habe man sich dann noch privat getroffen. Denjenigen, die zwar mit Mittelschulabschluss, jedoch mit „nicht ganz so perfektem Zeugnis“ die Schule verlassen würden, sprach Betz aus eigener Erfahrung Mut zu: „Man kann auch ohne Quali Bürgermeister werden.“

„Manch verblüffende Ergebnisse“ erzielt

Die Pädagogen, allen voran die beiden Lehrer der Abschlussklassen, Ariane Eichenlaub und Dominik Schöffel, hatten wieder viel Engagement in die 38 Absolventen investiert. „Manch verblüffende Ergebnisse“ hätten sich zum „Finish“ am Ende eingestellt, fasste Eichenlaub „die neun Jahre mit Höhen und Tiefen, lernen, faul sein und mit mehr oder weniger Stress“ zusammen. „Wir haben Corona gemeistert und sind in schwierigen Zeiten eng zusammengewachsen“, lobte Eichenlaub ihre Schützlinge, die sie liebevoll „meine Monsterchen“ titulierte. Dass sich die Abschlussfahrt nach Bibione auf den Zusammenhalt sowie den Finalspurt positiv ausgewirkt hätte, verhehlten Lehrer wie Schüler dabei nicht.

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Dann gab es die Zeugnisse, die sich jeder Schüler begleitet von einem selbst gewählten Song aus dem Lautsprecher abholen durfte. Sogar herzliche Umarmungen zwischen Lehrern und Schülern blieben nicht aus. Außerdem gab es symbolisch einen Strohhalm für jeden Absolventen: um weiterhin Wissen aufzusaugen. Alle 38 Abgänger haben den Mittelschulabschluss in der Tasche, von den 27 Quali-Absolventen haben Selina Massi aus Sielstetten (Notendurchschnitt 1,1), Sandro Schier aus Hörgertshausen (1,3) und Roxana Bus aus Nandlstadt (1,7) sogar besonders herausragende Ergebnisse erzielt. Dass die zwei besten Schüler aus seiner Gemeinde stammen, rief Hörgertshausens Ortschef Michael Hobmaier zum Gang ans Mikrofon: „Wir haben die wenigsten Schüler hier in Nandlstadt, aber die besten.“

Die Nerven haben gehalten

Abschiedsworte gab es an diesem Tag auch in die umgekehrte Richtung: Schülersprecherin Isabell Matuschzyk und die Klassenvertreterinnen würdigten ihre Lehrer mit dem Tenor: „Sie haben uns ertragen, ohne einen Nervenzusammenbruch zu erfahren.“ Und an die Adresse Eichenlaubs gab es noch eine besondere Liebeserklärung: „Ihre Monsterchen werden wir für immer bleiben“.
Martin Hellerbrand

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