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Geht bei der Auszählung alles mit rechten Dingen zu? Dass dem so ist, davon hat sich AfD-Kandidat Johannes Huber in seiner Heimatgemeinde Nandlstadt überzeugt. 

Im Gespräch mit Johannes Huber (AFD)

„Eine Fahrgemeinschaft mit Irlstorfer könnte ich mir gut vorstellen“

Im Nandlstädter Rathaus gab sich AfD-Kandidat Johannes Huber noch gelassen – dabei knisterte es vor Spannung. Kann sich der Nandlstädter auf den Weg nach Berlin machen? Um 22 Uhr lag Huber das Ergebnis vor: Er bestätigte, „offenbar der neue zweite Abgeordnete des Landkreises Freising-Pfaffenhofen zu sein“.

Sie werden künftig im Bundestag sitzen. Wie fühlt sich das an?

Ich bin emotional absolut überwältigt. Es ist eine positive Überraschung für uns alle: Wir haben es geschafft, in unserem Wahlkreis einen eigenen Bundestagsabgeordneten zu stellen. Ein zweiter Abgeordneter, das bedeutet: einer kann den anderen demokratisch kontrollieren. Es ist eine Riesenchance, frischen Wind in den Bundestag reinzubringen.

Ein kurzes Resümee des Wahlkampfes: Was war für Sie persönlich der Höhepunkt?

Das war gleich zu Beginn, als klar war, dass wir 50 aktive freiwillige Helfer in unserem Wahlkreis haben. Und natürlich das Doppelereignis, als Alice Weidel nach Wolnzach und Jörg Meuthen nach Hallbergmoos gekommen sind. In nur zwei Tagen haben wir 900 Menschen begrüßen dürfen.

Gab es auch Zweifel, ob es wirklich der richtige Weg für Sie ist?

Trotz viel Stress und einem enormen Arbeitspensum gab es das nie. Ich war und bin mir sicher, das absolut richtige zu machen. Und auch, wenn ich an manchen Tagen kaum geschlafen habe, wusste ich, ,du tust das, um das Land zum Guten zu verändern’.

Wie werden Sie künftig den Weg nach Berlin antreten? Auto, Flugzeug, ICE?

Es wird ein Mix aus allem werden. Es geht ja sofort richtig los, morgen um 17 Uhr trifft sich die Landesgruppe Bayern in Berlin. Ich werde mit dem Auto nach Berlin fahren.

Wird es in Zukunft eine Fahrgemeinschaft mit Erich Irlstorfer geben?

Darüber haben wir uns noch nicht unterhalten. Aber wenn es sich anbietet, könnte ich mir das gut vorstellen. So könnte man sich auf dem Weg bereits über die Regierungspolitik austauschen. Wir, die AfD, verstehen uns als die demokratischen Aufpasser. Und ich werde natürlich die Rolle des Aufpassers von Herrn Irlstorfer übernehmen. Auf dem Weg nach Berlin hätten wir die Zeit, Dinge zu besprechen.

Gibt es einen Wunsch-Ausschuss, in dem Sie in Berlin gerne sitzen würden?

Mein Thema ist die reale Demokratie. Und die findet sich am ehesten im Petitionsausschuss wieder. Hier könnte ich dafür sorgen, Bürgeranliegen einzubringen. Die Themen der Bürger sollen tatsächlich Einzug finden in den Bundestag, dafür möchte ich sorgen. Ich werde ein Ohr für die Sorgen der Bürger haben. Mein oberstes Thema ist die Familienpolitik.

Interview: Andrea Beschorner

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