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Was ist denn da passiert? Auf dem Nandlstädter Faschingszug hatte es Schneewittchen gleich mit 70 Zwergen zu tun. Die „Dancing Angels“ waren hinter den sieben Bergen hervorgekommen, um sich in Nandlstadt zu präsentieren. 

Invasion der Lego-Manschgerl auf dem Nandlstädter Faschingszug

Nandlstadt - Sie hat noch einmal „Vollgas“ gegeben, die Nandlstädter Narrhalla: Beim Umzug am Faschingsdienstag waren 36 Gruppen und Wagen mit von der Partie.

Wer geglaubt hatte, lange Ballnächte, unzählige Auftritte oder der Nachtumzug in Gammelsdorf am Vorabend hätten Spuren hinterlassen, sah sich getäuscht. Fit und in bester Laune schallte das „Helau“ von den Prinzenwagen. Nicht nur die Nandlstädter Hoheiten Angela und Florian, sondern auch die Faschingspaare aus Au, Gammmelsdorf, Mauern Zolling und Attenkirchen hatten ihre letzte Dienstreise durch Nandlstadt angetreten. Im Markt wurden sie bereits von vielen Besuchern erwartet. Die Kleinen waren mit Plastiktüten bewaffnet, um als Cowboys, Feen oder Prinzessinnen auf Bonbon-Beutezug zu gehen.

Nandlstädter Faschingszug

Lokale Themen traten heuer leider in den Hintergrund, dafür dominierten andere „heiße Eisen“. So nahmen sich dem Müller-Brot-Skandal sowohl die Schützen als „Königlich Privilegierte Kammerjäger“ an als auch die Aiglsdorfer, die als mit Mehl werfende Bäcker auftraten. Der MSC widmete sich den von den Öl-Multis verursachten hohen Benzinpreisen, die Baumgartner wiesen den Ausweg: Windenergie. Weil das aber in Hallertauer Breiten schwer umsetzbar und nicht gewollt sei, hatten die Bavaria-Aktivisten ein mobiles Windrad mitgebracht.

Ziemlich mobil zeigten sich auch die zahlreichen Bauwagen und Hütten aus Staudhausen, Grubanger und Baumgarten sowie die VW-Freunde mit Mega-Anhängern und XXL-Bulldogs. Mit Begeisterung war auch der 70-köpfige Nachwuchs der „Dancing Angels“ bei der Sache. Auf dem Wagen der Stammtischfreunde aus Au (Thema: „Vorbei mit der Gemütlichkeit“) hatte der Auer Bürgermeister Karl Ecker Platz genommen, was Moderator Erich Irlstorfer zur Bemerkung veranlasste: „Gell, Karl, lieber ein Wirtshaus mehr als eine Realschule!“

Den Preis für die kreativsten Kostüme sicherten sich die TSV-Fußballer. Sie hatten eifrig geschnitten, gefalzt und geklebt, um als Lego-Manschgerl die Zuschauer zu erfreuen. Viel Applaus bekam auch die Wasserwacht, die das Dschungel-Camp aufs Korn nahm und den Maden essenden C-Promis eine „Nandlstädter Schnitte“ präsentierte. Die Rentnerband zu Fuß sowie die „Hopfareisser“ auf dem Wagen sorgten für die passenden Töne zum Faschingsausklang.

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