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Konkurrenten: Jens-Uwe Klein (l.) will in Nandlstadt eine eigene politische Gruppierung gründen - was seinem bisherigen Ortsvorsitzenden Rainer Klier missfällt.

Vorsitzender äußert sich zum 2. Bürgermeister

„Wollen keine Schlammschlacht“: Klarstellung der CSU Nandlstadt zur Causa Klein

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2. Bürgermeister Jens-Uwe Klein hat für viel Aufregung im politischen Nandlstadt gesorgt. Seine Partei, die CSU, äußert sich nun zu dem schwierigen Verhältnis.

Nandlstadt – Für ziemlichen Wirbel hat Nandlstadts 2. Bürgermeister Jens-Uwe Klein (CSU) gesorgt, als kürzlich bekannt wurde, dass er eine Wählergruppe „Interessengemeinschaft Nandlstadt“ gründen will. Für die Gruppierung will er, so wird spekuliert, auch als Bürgermeister-Kandidat ins Rennen gehen. 

Weil er damit in direkte Konkurrenz zu CSU-Bürgermeisterkandidat Franz Mayer tritt, war das Ganze am Montag in der Fraktionssitzung Thema, die, wie CSU-Vorsitzender Rainer Klier im FT-Gespräch betont, „keine Krisen-Sitzung“ gewesen sei. „Wir wollten gemeinsam überlegen, wie es weitergeht.“ Dass Klein sowohl vorher als auch nachher den Weg über die Presse gegangen sei und man hier „Halbwahrheiten“ habe lesen müssen, habe die CSU doch „erstaunt“, wie Klier es formuliert.

Bereits im Frühjahr, als Klein die interne Wahl zum Bürgermeister-Kandidaten gegen Franz Mayer verloren hatte, habe der 2. Bürgermeister angekündigt, „dass er seinen eigenen Weg weiterverfolgen“ werde, berichtet Klier. Während des Hopfenfests sei schon viel darüber geredet worden, letzte Woche habe er es dann offiziell erfahren. „Darum hat uns die Sache an sich nicht erstaunt.“ Doch man müsse sich nun Gedanken machen, „wie wir künftig zusammenarbeiten“, immerhin würde mit Klein nun ein politischer Gegner am Tisch sitzen. Jedoch: Von einem Ausschluss Kleins aus der CSU sei nie die Rede gewesen, betont Klier. „Er bleibt weiterhin Mitglied und bis zum 30. April 2020 auch 2. Bürgermeister.“

Klier wirft Klein die Verbreitung von Halbwahrheiten vor

Die CSU hätte sich von Klein erwartet, „dass er am Montag in die Sitzung kommt und einen Vorschlag macht, wie eine Zusammenarbeit in der CSU-Fraktion künftig aussehen soll.“ Dass man zu diesem Zeitpunkt schon im Internet von einer Krisen-Sitzung lesen habe müsse, habe ihn „erstaunt“. Man habe seitens der CSU immer „einen fairen Umgang“ gepflegt. Sogar die Pressemitteilung im März, in der Franz Mayer als Bürgermeister-Kandidat vorgeschlagen wurde, „ist mit ihm abgeklärt worden“. Jetzt ohne Rücksprache den öffentlichen Weg zu gehen, „das geht nicht“. „Uns stinkt, dass er beleidigt ist und an die Zeitung Halbwahrheiten weitergibt, ohne es zu sagen“, sagt Klier.

In einer E-Mail habe Jens-Uwe Klein am Dienstag ankündigt, dass er seine Fraktions- und Parteiarbeit bei der CSU ruhen lassen werde, aber weiterhin Mitglied bleibe, erklärt Klier, der noch vor der nächsten Marktratssitzung am 7. November ein Gespräch mit Klein führen möchte. Denn eines ist dem CSU-Vorsitzenden wichtig: „Es ist nie darum gegangen, Herrn Klein auszuschließen oder ihn abzusägen.“ Und weiter: „Wir wollen keine Schlammschlacht – weder mit Herrn Klein, noch mit den anderen Wählergruppen.“ Der Wahlkampf solle sich rein auf Sachthemen beziehen.

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