Schwerer Unfall auf A8 mit Lkw - Riesenstau um München bis auf A99

Schwerer Unfall auf A8 mit Lkw - Riesenstau um München bis auf A99
+
Wird wahrscheinlicher: der Bau eines Windrads nahe Großgründling.

Projekt nahe Großgründling

Landratsamt gibt Grünes Licht für Windkraftanlage bei Nandlstadt und Au

  • schließen

Das Landratsamt Freising hat entschieden: Die Windkraftanlage bei Großgründling ist genehmigt. Im Nandlstädter Rathaus will man nun gegen den Bescheid klagen.

Nandlstadt – Für die Gegner des Projekts haben sich die Befürchtungen bewahrheitet: Das Landratsamt Freising hat jetzt den Gemeinden Nandlstadt und Au, an deren gemeinsamer Grenze die Errichtung einer Windkraftanlage bei Großgründling geplant ist, den entsprechenden Bescheid über die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zugestellt.

Amtssprecher Robert Stangl begründet die Entscheidung wie folgt: „Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, was bei Beachtung der festgesetzten Nebenbestimmungen sichergestellt ist, dann hat der Antragsteller einen Anspruch auf die Erteilung der Genehmigung.“ Ein Ermessensspielraum der Behörde für die Entscheidung über den Antrag bestehe von Gesetzes wegen nicht. Stangl: „Die betroffenen Belange wurden hinreichend gewürdigt, indem die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange in Form von Auflagen im Bescheid eingearbeitet wurden.“

Der Bescheid bedeutet allerdings nicht, dass nun sofort die Bagger in Großgründling anrücken. „Der Bescheid wurde ohne Anordnung der sofortigen Vollziehung erteilt“, sagt Stangl. Was bedeute, dass mit dem Bau der Windkraftanlage erst begonnen werden könne, wenn der Bescheid bestandskräftig sei, er also nicht mehr durch eine Anfechtungsklage angegriffen werden könne oder ein etwaiges gerichtliches Verfahren rechtskräftig abgeschlossen sei.

2. Bürgermeister kündigt Klage gegen Windrad an

Eine solche Klage gilt allerdings als höchstwahrscheinlich. Denn nicht nur die Mitglieder der BI Windwahnsinn wollen sich weiter gegen das Vorhaben wehren, sondern auch der Markt Nandlstadt, wie 2. Bürgermeister Jens-Uwe Klein auf Nachfrage betont. Auch wenn sich das Landratsamt freilich an gesetzliche Bestimmungen halte: „Aus Sicht des Marktrats herrscht Unverständnis über diese Entscheidung.“ Denn der Bau und Betrieb der Anlage sei „nicht im Interesse unserer Bevölkerung“. An der Aussage in der Bürgerversammlung, dass Nandlstadt Klage erheben wolle, werde sich nichts ändern. „Die definitive Entscheidung wird sich Bürgermeister Jakob Hartl zuvor aber sicher vom Marktrat abholen“, vermutet dessen Vize Klein. Hartl selbst war für das FT am Freitag nicht zu erreichen.

Der 2. Ortschef findet es „sehr schade, dass sich das Thema so lange hinzieht und für die Bürger keine Sicherheit herrscht“. Weil: „Stellen Sie sich vor, Sie wollen in der Nähe bauen und haben keinerlei Gewissheit, was dort passiert.“ Klein unterstellt dem Antragsteller außerdem, dass am Ende doch zwei Windräder gebaut würden. „Die Firma hat zwar einen Antrag zurückgezogen. Aber das zweite Projekt werden sie dann schon nachholen.“

Lesen Sie auch: Damit hätte wohl niemand gerechnet: Karl Ecker, 56 Jahre alt und seit 1996 Auer Bürgermeister, verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Dafür macht sich ein anderer bereit.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Listerien in der Gelbwurst: Bio-Metzger ruft vorsorglich  Produkte zurück
Aufgrund bestehender Gesundheitsgefahr ruft die TAGWERK-Bio-Metzgerei in Niederhummel etliche Produkte zurück. In einer Charge Gelbwurst wurden Listerien festgestellt.
Listerien in der Gelbwurst: Bio-Metzger ruft vorsorglich  Produkte zurück
Niederhummel: Geschäftsführer geschockt über Listerien in Bio-Metzgerei-Produkt
Bei einer Routinekontrolle werden in einem Produkt der Bio-Metzgerei in Niederhummel krankmachende Keime gefunden. Tagwerk-Geschäftsführer sagt: „Der Schock war erst …
Niederhummel: Geschäftsführer geschockt über Listerien in Bio-Metzgerei-Produkt
Antrag auf Sprachförderung wird zum Fall für die Rechtsaufsicht
Für die Sprachförderung von Migranten hat der Verein MiBiKids einen Zuschuss beantragt. Im Jugendhilfeausschuss wurde das zum  Streitthema – und ein Fall für die …
Antrag auf Sprachförderung wird zum Fall für die Rechtsaufsicht
Fest für Toleranz geplant: Moosburger Parteien wollen Zeichen gegen AfD setzen
In Moosburg soll mit einem großen Fest ein deutliches Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden, wenn die AfD am 4. Februar ihren Wahlkampfauftakt in der Stadt hat.
Fest für Toleranz geplant: Moosburger Parteien wollen Zeichen gegen AfD setzen

Kommentare