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Trophäen für die Treffsichersten: 3. Bürgermeister Gerhard Betz (r.) und Sportreferent Andreas Steiniger (l.) gratulierten (ab 2. v. l.) Albert Bitter, Johann Thoma, Falk-Volker Kriele, Daniela Hausler, Markus Tafelmaier, Erich Köckeis, Irmi Betschart, Reinhard Krojer und Lisa Hausler.

Serien-Sieger schlägt wieder zu

Martmeisterschaft in Nandlstadt: Die Königlichen holen sich den Pott

Nandlstadt - Die Trophäe ist ihnen nicht mehr zu nehmen: Zum dritten Mal haben die Königlich-Privilegierten Schützen die Marktmeisterschaft in Nandlstadt gewonnen – ausgerechnet am Schützenstand des größten Rivalen. Der Wanderpokal setzt sich damit im Eifertinger-Schützenheim zur Ruhe.

Die 32. Marktmeisterschaft sorgte für einige Überraschungen und jede Menge Spannung. Denn sowohl die Königlichen als auch die Immergrün-Schützen hatten bis dato je zweimal die Marktmeisterschaft in Nandlstadt errungen und somit die Chance, mit einem weiteren Erfolg den vereinseigenen Trophäenschrank mit dem Wanderpokal zu bereichern. Ein Wörtchen mitreden wollten aber auch die Jagdschloss-Schützen Hausmehrung um Markus Tafelmaier. Schließlich waren sie nach dem Heimsieg im Vorjahr amtierender Meister. Etwas außen vor war die Mannschaft des Marktrats, das dennoch sensationell auftrat – weniger aufgrund der Schießleistungen, vielmehr wegen der Zahl der Teilnehmer. Hatte sich das entsendete Rathaus-Trio im Vorjahr eher blamiert, so kassierten Sportreferent Andreas Steiniger und 3. Bürgermeister Gerhard Betz heuer viel Lob, dass sie zehn Ratsmitglieder zu den Schießständen bewegen konnten. Und Überraschung: Mit Monika Linseisen und Maria Rauscher belegten die beiden weiblichen Ratsmitglieder die ersten beiden Plätze im internen Rathaus-Ranking. Keiner der acht Männer im Team war besser als das Damen-Duo. Für das Siegertreppchen reichte es dennoch nicht.

Von Seiten des Gastgebers begrüßte Immergrün-Schützenmeister Falk-Volker Kriele die Abordnungen der Vereine im Stüberl im ehemaligen Schwemmwirt-Keller. Krieles besonderer Dank ging an Sportleiter Johann Thoma, der in bewährter Manier die Ergebnisse auswertete.

Zuerst wurden die Einzelergebnisse bekannt gegeben. Bei der geschossenen Ringzahl schaffte Albert Bitter von Immergrün mit 189 das beste Ergebnis, die Damenwertung gewann Vereinskollegin Daniela Hausler mit 186. Auch die 15 Jahre junge Tochter Lisa Hausler ließ als Siegerin der Jugendwertung mit 175 Ringen aufhorchen. In der Seniorenwertung kam es zum Familien-Duell: Sowohl Lenz Betschart als auch Gattin Irmi trafen jeweils 192 Ringe. Weil aber Irmi Betschart den besseren Teiler vorweisen konnte, ging der Pokal an sie. Auch die zielsicherste Hand war weiblich und gehörte der 25-jährigen Sabrina Thoma. Mit einem 17,9-Teiler landete die Immergrün-Schützin vor der Hausmehringerin Resi Rieder (18,9) und Martin Erlbeck (20,2) von den Königlichen.

Mit viel Spannung wurde dann das Mannschaftsergebnis erwartet. Wohin würde der Wanderpokal wandern? Für zusätzliche Spannung sorgte, dass der Marktmeister seit Jahren in der Blattl-Ring-Wertung ermittelt wird. Bei dieser Kombinationswertung hat ein guter Teiler enorme Auswirkung auf das Ergebnis, was oft auch schlechtere Schützen jubeln lässt, denen ein Glückstreffer gelingt.

Applaus brandete auf, als feststand, dass die Königlichen mit 788,5 Punkten ganz vorne lagen. Überaus treffsicher erwies sich das Team um Schützenmeister Reinhard Krojer und Vize Erich Köckeis, die sich nach 2010 abermals den Wanderpokal sicherten. Zweiter wurde Immergün mit 962,9 Punkten, vor Jagdschloss mit 1339,5 Punkten. Abgeschlagen landete der Marktrat mit 3543,2 Punkten auf Platz vier, jedoch gratulierten Steiniger und Betz den Gewinnern erhobenen Hauptes. Die Gemeindevertreter müssen dem auf Reha weilenden Bürgermeister Jakob Hartl allerdings die „Hiobsbotschaft“ überbringen, dass nächstes Jahr ein neuer Wanderpokal fällig ist.

Martin Hellerbrand

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