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Sogar aus Indien, wo sie einst war, erhält Monika Althaus Anteilnahme und Hil fe. ah

“Es ist Spitz auf Knopf gestanden“

Ein Dorf hält zusammen: Welle der Solidarität nach Großbrand - sogar aus Indien kommt Hilfe

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Monika Althaus ist unendlich dankbar. Drei aufmerksamen Burschen sowie dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren war es zu verdanken, dass der Brand des Schuppens nur das Dach des Wohnhauses ihrer Eltern in Mitleidenschaft gezogen hat.

Nandlstadt–  „Es ist Spitz auf Knopf gestanden“, erzählt Monika Althaus. „Zwei, drei Minuten später, und vom Haus wäre nichts mehr übrig geblieben.“ Ihre Eltern und ihr Bruder mit Familie konnten sich rechtzeitig aus dem Gebäude retten – verletzt wurde niemand.

„Es ist ein unglaubliches Glück im Unglück“, sagt Monika Althaus und ist froh, dass ihre Familie gesund ist. Erst vor zwei Wochen, so erzählt sie, sei ihr Neffe Felix aus dem Haus ausgezogen. Genau sein Zimmer habe es bei dem Brand am schlimmsten erwischt. Monika Althaus möchte gar nicht daran denken, was passiert wäre, hätte er noch in dem Haus gewohnt.

Unterstützung ist „einfach unbeschreiblich“

Froh und dankbar ist sie auch für die Unterstützung, die sie und ihre Familie in den vergangenen Tagen erfahren hat: der Zusammenhalt im Dorf, die vielen Umarmungen, die selbstlose Hilfe der Feuerwehren – „einfach unbeschreiblich“. Anteilnahme und Hilfe bekommt die Musikerin und Yoga-Lehrerin auch von weiter her: Ihre Freunde aus Indien, die sie während eines längeren Aufenthalts im August vergangenen Jahres kennengelernt hat, und die von dem Unglück erfuhren, haben ihr 100 selbstgenähte Schürzen geschickt, die sie beim Uferlos-Festival in Freising verkaufen wird. Den Erlös, so betonten ihre Freunde, solle sie für ihre Familie verwenden und nicht, wie ursprünglich geplant, nach Indien schicken.

Obwohl der Schaden mit rund 100.000 Euro enorm ist und der Schmerz „tief sitzt“, betont Monika Althaus: „Wir geben nicht auf.“ Egal was auch passiert sei, ihr Vater habe immer gesagt: „Gebt nie auf, vertraut auf die eigene Kraft und nicht zuletzt auf die Führung von Oben.“ 

Das Dorf hält zusammen

Entsprechend schöpft ihre Familie Kraft aus dem Glauben – und vor allem „aus den Freundschaften, die wir in schweren Zeiten erfahren haben“.

Während die Kripo Erding noch die Brandursache ermittelt, versucht die Familie den Alltag zu meistern – allen voran Monika Althaus’ Neffe Michael, der trotz der schrecklichen Erlebnisse gestern seine erste Abitur-Prüfung gemeistert hat. „Wir helfen alle zusammen“, sagt Althaus. In der Familie und auch im Dorf.

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