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Der Unglücksort: Kurz nach dem Weiler Zulehen erfasste der Fahrer des blauen Opel das Mädchen, das mit einer Freundin zu Fuß auf der Verbindungsstraße zwischen Nandlstadt und Hausmehring unterwegs war. Nun erlag die Zwölfjährige ihren Verletzungen.

Traurige Gewissheit

Nach Unfall bei Nandlstadt: Zwölfjährige erliegt ihren Verletzungen

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Die Verletzungen wogen zu schwer: Das Mädchen (12), das am Samstag bei Nandlstadt von einem Auto erfasst worden war, ist am Donnerstag in der Klinik gestorben.

Tagelang hatten die Ärzte einer Münchner Kinderklinik um das Leben der Zwölfjährigen gekämpft, die nach einem Unfall bei Nandlstadt am Samstag schwerstverletzt per Helikopter eingeflogen worden war. Doch der Zusammenstoß mit dem Fahrzeug war zu heftig, die Verletzungen wogen zu schwer: Nun musste die Moosburger Polizei den Tod der Schülerin vermelden. Sie starb am Donnerstagnachmittag.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Verkehrsunfalls dauern an. Zur Unterstützung der polizeilichen Untersuchungen war von der Staatsanwaltschaft ein Experte zur Erstellung eines unfallanalytischen und technischen Gutachtens beauftragt worden.

Tragischer Unfall in der Dunkelheit

Es war schon stockfinster, als die beiden Mädchen, 12 und 13 Jahre alt, aus dem Landkreis Freising am vergangenen Samstagabend zu Fuß auf der Kreisstraße FS25 unterwegs waren. Weil es auf der Verbindungsstraße zwischen Nandlstadt und Hausmehring keinen Gehweg gibt, liefen die beiden Kinder nebeneinander auf der rechten Straßenseite. Nach dem Weiler Zulehen geschah gegen 19.30 Uhr das Unglück: Der Fahrer eines blauen Opel Monza sah die beiden zu spät und erfasste die Zwölfjährige von hinten. Nach Angaben der Polizei Moosburg wurde das Mädchen durch den Aufprall mehrere Meter weit geschleudert, ehe es auf der Straße liegen blieb.

Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr Nandlstadt trafen auch die medizinischen Ersthelfer ein. Sie organisierten den Rettungshubschrauber, der die Zwölfjährige kurze Zeit später in das Kinderkrankenhaus nach München flog. In der Klinik wurde sie notoperiert. Doch ihr Zustand blieb auch danach kritisch.

Das Kriseninterventionsteam kümmerte sich um das zweite Mädchen 

Das zweite Mädchen blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Sie wurde genauso wie die Angehörigen beider Mädchen zunächst von dem 25 Mann starken Team der Feuerwehr betreut, ehe das herbeigerufene Kriseninterventionsteam übernahm. Der Fahrer, ein 50-jähriger Mann aus dem Landkreis Freising, blieb ebenfalls unverletzt, stand aber genauso unter Schock. Er kam auch in die Obhut des KIT. Genauso konnten die Einsatzkräfte die Hilfe in Anspruch nehmen.

Wie aus Kreisen der Ersthelfer zu vernehmen war, treffe den Fahrer angesichts der widrigen Verhältnisse keine Schuld. Genau das aber will nun die Staatsanwaltschaft Landshut herausfinden, die den Gutachter mit der Klärung des genauen Unfallhergangs beauftragt hat.

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