Aus dem Marktrat Nandlstadt

FFW Airischwand: Neues Feuerwehrhaus soll „Garage“ ersetzen

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Keine Toiletten, keine Lagerräume und keine Reinigungsmöglichkeit: Das Gerätehaus der Feuerwehr Airischwand muss dringend erneuert werden. Über den entsprechenden Antrag diskutierte nun der Marktrat.

Nandlstadt– Vor knapp 60 Jahren wurde das Feuerwehrhaus der FFW Airischwand in Hausmehring gebaut – ohne Toiletten, Lager- und Aufenthaltsräume sowie Reinigungsmöglichkeiten. Eigentlich, so betonte Bürgermeister Jakob Hartl in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Nandlstadt, ist es eher „eine etwas größere Garage“, die da in Hausmehring steht. Höchste Zeit also, dass das 1961 gebaute und 2002 renovierte Gebäude durch einen Neubau ersetzt wird. Und genau den haben die Floriansjünger um Kommandant Alexander Mayerhofer nun beantragt.

Die Markträte waren sich einig, dass die Feuerwehr einen Neubau bekommen soll. So gebe es für die 25 Einsatzkräfte nur 24 Kleiderhaken, wusste Gerhard Betz (UWN), selbst Feuerwehrmann bei der FFW Nandlstadt, von den beengten Verhältnissen zu berichten. Auch gebe es keine Möglichkeit, die Einsatzkleidung zu reinigen. Deshalb sei es „mehr als notwendig“, ein Geräte-, oder noch besser ein Ortsteilhaus zu bauen – mit Duschmöglichkeiten, Toiletten, Lager- und Gemeinschaftsräumen.

Das sah auch Franz Mayer (CSU) mit Blick auf die örtlichen Gegebenheiten und die „positive Entwicklung der Mitgliederzahl“ so. Allerdings „bin ich dagegen, dass man da eine Wirtschaft rein macht“ – und damit in Konkurrenz zu örtlichen Gastwirtschaften trete.

„Baurechtliche Bauchschmerzen“ hatte Andreas Hofstetter (CSU): Er befürchtete, dass der Neubau außerhalb des Flächennutzungsplans liegen könnte – und deshalb eine Änderung nötig werden könnte. Sein dringender Appell: „Man muss schauen, dass man das ohne eine Erweiterung des Flächennutzungsplans hinkriegt.

Die Verwaltung wurde schließlich beauftragt, „Grundstücksverhandlungen für einen vernünftigen Standort“ zu führen sowie die Bau- und Baunebenkosten und die zu erwartende Förderung zu ermitteln. „Zudem strebt der Marktgemeinderat die Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich Hausmehring und – im Hinblick auf die in Airischwand beantragte Freiflächen-Photovoltaikanlage – für den Bereich Airischwand an“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Genau dieser Passus war es, der Andreas Hofstetter ein Dorn im Auge war. Entsprechend stimmte er als einziger gegen den Antrag der FFW Airischwand auf Neubau. 

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