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Die Unfallgefahr an der Abzweigung nach Aiglsdorf soll entschärft werden.

Debatte um Unfallgefahr

Bald neues Tempolimit im Süden von Nandlstadt? Markträte treffen Entscheidung

Wie gefährlich ist der Verkehr kurz nach dem südlichen Ortsausgang von Nandlstadt? Und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden? Darüber wurde jetzt debattiert.

Nandlstadt – In der jüngsten Marktratssitzung in Nandlstadt lag ein Antrag der CSU-Fraktion vor: „Geschwindigkeitsbegrenzung und Verbesserung der Sicht auf der Strecke zwischen dem Ortsausgang Nandlstadt Richtung Mauern und den Abzweigungen Aiglsdorf und Figlsdorf“. Also der Bereich ab dem Ortsschild an der Schule bis zur Abzweigung ins Gewerbegebiet „Am Kitzberger Feld“. Mehrere Bürger Aiglsdorfs hätten ihn bezüglich der Problematik angesprochen, begründete CSU-Sprecher Franz Mayer den Antrag, der mit einfachen Mitteln wie einem Tempo-Limit sowie dem Herstellen des Sichtdreiecks durch Stutzen der Bepflanzung und Versetzen der Werbeschilder enorm verbessert werden könne.

Dass die Zuständigkeit für die Maßnahme an einer Kreisstraße in Freising liege, sei ihm bewusst, jedoch könne der Markt hier einwirken, um „mit relativ einfachen Mitteln“ eine Verbesserung zu schaffen. Dabei regte Mayer auch Schnitt-Maßnahmen auf Markt-eigenen Grundstücken an, die neben der Geschwindigkeitsbegrenzung die immer wieder auftretenden Unfälle verhüten würden.

3. Bürgermeister berichtet von Test mit dem eigenen Auto

Zwar erachtete es auch 3. Bürgermeister Gerhard Betz (UWN) als durchaus sinnvoll, das Gehölz zurückzuschneiden sowie die Werbetafeln zu versetzen. Von einer Geschwindigkeitsreduzierung halte er jedoch nichts. Denn einen Raser, der bereits an der Hausmeisterwohnung an der Schule Fahrt aufnehme und am Ortsschild Tempo 70 drauf habe, „den interessieren die 60er-Taferl null“, sagte Betz. 

Daneben habe ihm ein Test mit dem eigenen Auto gezeigt, dass sein Fahrzeug trotz Beschleunigung ab dem Ortstaferl bis zur Einmündung am Gewerbegebiet nur auf Tempo 80 komme und man danach wegen der Kurve das Tempo ohnehin wieder reduzieren müsse. Das bestärke ihn in seiner Meinung, dass 60er-Taferl nichts bewirken. Zudem könne er aus seiner beruflichen Erfahrung im Rettungswesen berichten, dass die Unfallzahlen in dem Bereich nicht erheblich über anderen sensiblen Bereichen liegen würden.

Aussagen zur Unfallgefahr bezweifelt

„Ich weiß nicht, welches Auto du fährst“, bezweifelte Franz Mayer das Betz’sche Testergebnis in dem Bereich, der sehr wohl unfallträchtig sei. Die rechtlich vorgeschriebene Fahrweise liege eben oft nicht vor, so Mayer, die Schilder könnten die Fahrer jedoch sensibilisieren.

Dem Vorschlag von Betz, den Beschluss in „Temporeduzierung“ sowie „Sicht-Maßnahmen“ zu splitten, wurde nicht entsprochen. Vielmehr erhielt der CSU-Antrag breite Zustimmung in allen Fraktionen – nur Gerhard Betz, Jürgen Kronthaler und Monika Linseisen (alle UWN) sowie Michael Blomoser (BLN) waren dagegen.

Martin Hellerbrand

Vorsicht Autofahrer: Die Polizei warnt derzeit insbesondere in der Hallertau vor starkem Wildwechsel - und nennt dafür einen ganz aktuellen Grund.

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