Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

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Das Bushäuschen darf stehen bleiben. Die grüne Wiese an der Bushaltestelle „Baywa“ hingegen wird bald drei Mehrfamilienhäusern weichen.

Nandlstadt und die Entwicklungsmöglichkeiten

Nandlstadt muss nachverdichten

Nandlstadt - In Nandlstadt ist Bauland Mangelware. Nachverdichten lautet jetzt die Devise. 

Alle Parzellen in den Nandlstädter Baugebieten sind verkauft. Die Ausweisung eines neuen Baugebiets ist dagegen noch Zukunftsmusik. Deshalb verdichtet sich der Markt nun innerhalb seiner Ortsgrenzen: Jede freie Baulücke wird genutzt, um den Traum vom Eigenheim zu realisieren. Auch größere Mietshäuser entstehen – zum Beispiel an der Mainburger Straße. Ein privater Wohnungsbauträger wird dort drei dreistöckige Häuser errichten, die jeweils sechs Wohnungen beinhalten werden. Die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplans „Mainburger Straße“ geht derzeit durch Gemeinderat und Verwaltung. In der jüngsten Marktratssitzung stellte Bauamtsleiter Johann Pichlmaier die Ergebnisse der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange vor.

Einwendungen gegen den Planentwurf hatten nur die Untere Naturschutzbehörde und das Tiefbauamt Freising. Der Bau der drei Wohnhäuser und der insgesamt 36 Stellplätze bedeute laut Naturschutzbehörde eine „Reduzierung und Versiegelung von bisher freien Flächen“. Dies müsse durch eine Ausgleichsfläche kompensiert werden. Der Bauträger stellt dafür nun eine Fläche in Airischwand von insgesamt 250 Quadratmetern bereit. Laut Behörde seien auch für die Befestigung von Zufahrten und Stellplätzen „nur wasserdurchlässige Beläge“ erlaubt, was Marktrat und Kfz-Meister Franz Mayer gehörig missfiel: „Autos verlieren Öl und bei wasserdurchlässigen Belägen versickert das in den Boden – sowas kommt von einer Naturschutzbehörde und wir würdigen das auch noch“, schimpfte Mayer. Er und Gerhard Betz stimmten gegen die Einwendung, die elf Ratskollegen dafür. Der Aufforderung der Behörde einen Teil der Stellplätze unterirdisch unterzubringen und damit Bodenflächen zu sparen, widersprach Verwaltung und Marktrat einstimmig, „weil dort oberflächennahe Schichtenwasser vorhanden sind“. Es werde nur oberirdische Stellplätze geben.

Zuletzt kritisierte die Behörde die geplante, „zu rudimentäre Begrünung“. Entlang der Mainburger Straße und der Bahnhofstraße sollten mehr Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Außerdem werde es auch auf dem Baugebiet Bepflanzungen geben – „alle 200 Quadratmeter ein Baum“, so der einstimmige Beschluss. Das Tiefbauamt sorgte sich dagegen um die Verkehrssicherheit. Zum Beispiel dürfe im Bereich des Baugebiets in die Kreisstraße FS 32 nur vorwärts eingefahren werden, was laut Verwaltung durch die Wendemöglichkeit in den großen Hofflächen auch möglich sei. Außerdem dürften „die Sichtdreiecke in den Zufahrten nicht beeinträchtigt werden – auch im Bereich des Bushäuschens“. Andernfalls müsse das Bushäuschen verlegt werden. Laut Verwaltung sei dies aber nicht notwendig, da die Übersichtlichkeit der dortigen Verkehrssituation gewährleistet sei. Dem stimmten alle Markträte zu.

Corinna Huber

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