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Die neue Vorstandschaft des designierten Musikvereins bilden (v. l.) 2. Schatzmeisterin Margit Müller, Kassier Michael Kögl, 2. Schriftführerin Barbara Siebler-Hobmeier, Vize-Vorsitzender Helmut Schranner, Schriftführerin Afra Schranner, Vorsitzender Thomas Häßler, Jugendwartin Lisa Hausler und Beisitzer Lothar Weiß.

Ab sofort gibt‘s Blasmusik

Neuer Name für Spielmannszug Nandlstadt – Ziel ist eine eigene Marktkapelle

Blasmusik statt Spielmannszug-Töne: Der Spielmannszug Nandlstadt hat sich umbenannt - und damit die Weichen für die Zukunft gestellt. 

Nandlstadt – Die Spielmannszug-Töne werden leiser, ab sofort gibt’s Blasmusik. Mit der Umbenennung zum „Musikverein“ hat der Spielmannszug Nandlstadt in seiner Generalversammlung jetzt die Weichen gestellt und damit die Jugendblaskapelle offiziell aufs Gleis gesetzt. Vom Ziel der Reise wird auch schon geträumt: einer eigenen Marktkapelle. 

Momentan zählt der Spielmannszug 163 Mitglieder. Mit 35 Anwesenden und drei Vollmachten war das erforderliche Fünftel von 33 Mitgliedern überschritten, um in der Pizzeria La Piazza die Wechsel-Tour zu vollziehen. Über die Geschichte des Spielmannszugs, der 1961 gegründet, viele Jahre das musikalische Aushängeschild Nandlstadts war, zahlreiche Lorbeeren einfuhr und inzwischen nur mehr in Form der Rentnerband in Erscheinung trete, zog Vorsitzender Thomas Häßler Bilanz. Mehrere Belebungen seien nicht von Erfolg gekrönt gewesen, daneben sei mit der Big-Band zumindest eine weitere Sparte dazugekommen. Und seit Kurzem eine Jugendblaskapelle. Die besteht vornehmlich aus Schülern der Grundschule Nandlstadt, wo eine Bläserklasse installiert wurde – unter Fachlehrer Helmut Schranner, Leiter der Big-Band und auch beim Spielmannszug als Vize der heimliche Flüsterer ins Ohr von Thomas Häßler. 

Beständigkeit erwartet 

Schranners Wunsch, eine Jugendkapelle aus der Taufe zu heben und den Spielmannszug gar zum „Musikverein“ umzubenennen, fand Gehör. Gesellschaftlich dürfte sich dabei nicht viel ändern, denn Vereinsaktivitäten wie das Südtirol-Fest, die Reise ins Meraner Gebiet sowie die lukrative Christbaumversteigerung dürften bestehen bleiben. Auch in musikalischer Hinsicht stehen die Zeichen auf Beständigkeit – mit den jährlichen Gastspielen der Rentnerband bei den Faschingszügen in Nandlstadt und Mauern sowie dem Fortbestehen der Big-Band. Gemeinsam mit der neuen Jugendblaskapelle verfüge der Musikverein dann mit Rentnerband und Big-Band über drei Pfeiler, lautete die Idee, für die Häßler um Zustimmung zur Namens- und Satzungsänderung bat. Dass das Vorhaben mit einem einstimmigen Beschluss bestätigt wurde, sorgte für zufriedene Gesichter bei den Initiatoren. Die Verantwortlichen waren allerdings schon zu Versammlungsbeginn positiv gestimmt, als das Erreichen der Mindestzahl an Anwesenden für die Satzungsänderung sowie das Fernbleiben möglicher Kritiker klar war. 

Aus für Kneißl-Ball 

Auch Aussagen zur Zukunft gab es bereits. Zum einen wird der Kneißl-Ball, der sich zum Verlustgeschäft entwickelt hat, eingestellt. Zum anderen strebt man die Gründung einer eigenen „Marktkapelle“ für Nandlstadt an. Die Botschaft von Helmut Schranner war klar: Mit ihr würde mit den jetzigen Aktiven der Jugendblaskapelle in zwei oder drei Jahren sicher ein Niveau erreicht, das Nachrückern aus der Bläserklasse dann ein Hinzustoßen schwierig mache. Die Folge seien zwei Kapellen, von denen die eine die andere speise. Martin Hellerbrand

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