Seit 15 Jahren gibt es den Rettungswagen-Stellplatz in Nandlstadt – zur Freude von (v. l.) Bürgermeister und Rettungszweckverband-Beirat Gerhard Betz, BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl und Rettungsdienstleiter Hubert Böck sowie (v. r.) Vermieter und Rettungszweckverband-Beirat Martin Reiter, Wachleiter Markus Schmid-Hermann und dem stellvertretenden Leiter Rettungsdienst, Torsten Koch.
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Seit 15 Jahren gibt es den Rettungswagen-Stellplatz in Nandlstadt – zur Freude von (v. l.) Bürgermeister und Rettungszweckverband-Beirat Gerhard Betz, BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl und Rettungsdienstleiter Hubert Böck sowie (v. r.) Vermieter und Rettungszweckverband-Beirat Martin Reiter, Wachleiter Markus Schmid-Hermann und dem stellvertretenden Leiter Rettungsdienst, Torsten Koch.

Notfall-Versorgung in der Hallertau: BRK hofft auf mehr Rettungsdienst-Zeiten

  • Andrea Hermann
    vonAndrea Hermann
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Der Rettungswagen-Stellplatz in Nandlstadt ist seit 15 Jahren eine wichtige Einrichtung in der Hallertau. Nun hoffen die Verantwortlichen auf eine Ausweitung der Vorhaltezeit.

Nandlstadt – Ursprünglich hatte das erste Gutachten des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement keine Rettungswagen in diesem Bereich der Hallertau vorgesehen. „Die Mitarbeiter des BRK Freisings waren durch ihre tägliche Erfahrung aber anderer Meinung und konnten, durch Zahlen untermauert, die Notwendigkeit aufzeigen“, berichtete Hubert Böck, Leiter Rettungsdienst beim BRK Freising, am Mittwoch bei einem Pressetermin. Nach „zähem Ringen“ und Gesprächen mit dem damaligen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu wurde schließlich am 1. Juli 2005 der Probebetrieb für ein Jahr eingerichtet, so Böck, der schließlich auf fünf Jahre ausgeweitet worden sei. 2011 sei der Probebetrieb beendet und die Vorhaltung eines Rettungswagens auf das Wochenende ausgeweitet worden.

Mittlerweile ist der Rettungswagen-Stellplatz eine unverzichtbare Einrichtung in der Hallertau: Wurden im Jahr 2010 insgesamt 909 Einsätze verzeichnet, waren es im vergangenen Jahr 1371. In diesem Jahr war der Rettungswagen bereits 622 mal im Einsatz – wobei noch während des Pressegesprächs einer hinzugekommen ist: Die RTW-Besatzung musste mitten im offiziellen Termin zu einem Notfall ausrücken.

Zu 80 Prozent kann die Hilfsfrist eingehalten werden - doch es gibt auch Lücken

Nach der Trend- und Strukturanalyse (TRUST-Gutachten), die 2019 erstellt worden ist, sei eine Ausweitung des Nandlstädter Stellplatzes noch nicht notwendig, berichtete Böck. Mit Blick auf die Hilfsfristen sei es jedoch langsam aber sicher an der Zeit, die Vorhaltezeiten auszuweiten. Bislang ist der Rettungswagen in Nandlstadt 133 Stunden pro Woche besetzt – montags bis freitags von 7 bis 22 Uhr sowie von Samstag, 8 Uhr, bis Sonntag, 22 Uhr. Noch könne in 80 Prozent der Fälle die Hilfsfrist von zwölf Minuten, in denen der Rettungswagen ab der Alarmierung am Einsatzort sein muss, eingehalten werden, berichtete Böck. 

Doch in der Nacht, vor allem am Freitag nach 22 Uhr, sowie im Berufsverkehr vor 7 Uhr „ist noch nicht genügend getan worden“, führte BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl aus. In dieser Zeit müssten die Rettungswagen aus Freising, Moosburg oder Mainburg anrücken, was die Hilfsfrist deutlich verlängere, so Söhl. Deshalb hofft das BRK, dass in den nächsten Jahren eine Nachbegutachtung stattfindet, bei der die Vorhaltezeit im Fokus steht.

Nandlstadts Bürgermeister Gerhard Betz, der bis zu seinem Amtsantritt am 1. Mai über 20 Jahre beim BRK gearbeitet hat, sieht den Rettungswagenstellplatz „im Herzen der Hallertau“ als eine „absolute Bereicherung“: „Etwas Besseres kann uns nicht passieren.“ Auch sein Ziel ist es, dass „die Stunden für den Rettungswagen erhöht werden“.

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