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Lobende Wort und Abschiedsgeschenke erhielt Pfarrvikar Robert Kröpfl (M.) von (v. l.) Gemeindereferentin Maria Liegert, Attenkirchens Bürgermeister Martin Bormann, Nandlstadts Marktoberhaupt Jakob Hartl und Pfarrer Stephan Rauscher.

Eine „ereignisreiche Zeit“ geht zu Ende

Pfarrgemeinde Nandlstadt verabschiedet Pfarrvikar Robert Kröpfl

Zwei Jahr war Robert Kröpfl Pfarrvikar in Nandlstadt. Am Samstag hieß es nun Abschied nehmen: Am 1. Juli tritt der 36-Jährige eine Pfarrstelle in Hohenpeißenberg an.

Nandlstadt Nun ist es soweit: Am 1. Juli verlässt Pfarrvikar Robert Kröpfl Nandlstadt. Obwohl bereits beim Amtsantritt im März 2015 bekannt war, dass Kröpfls Zeit in in der Hopfengemeinde begrenzt sein wird, so fällt sowohl dem Geistlichen als auch der Kirchengemeinde der Abschied schwer. Bester Beweis war die Messe und anschließende Feier am Samstag, bei der Kröpfl viel Lob, Dank und jede Menge Wertschätzung entgegengebracht wurden.

28 Ministranten bildeten den feierlichen Rahmen der Abschiedszeremonie, die Kröpfl Seite an Seite mit Gemeindereferentin Maria Liegert und Pfarrer Stephan Rauscher, dem Leiter des Pfarrverbands, vollzog. Mit einem weinenden Auge blicke er, Kröpfl, auf die nun endende „schöne, ereignisreiche Zeit“ in seiner ersten Pfarrerstelle in Nandlstadt, doch ein lachendes Auge werfe bereits einen Blick in die Zukunft und auf seine neue Aufgabee: „Ich weiß, dass sich die Menschen in Hohenpeißenberg schon auf mich freuen.“ Sein Ziel sei es gewesen, „Freude für den Glauben zu geben“, sagte Kröpfl und „kein Oberlehrer“ zu sein. In seiner zweijährigen Zeit habe er die Gläubigen bei Taufen, der Erstkommunion, Messfeiern und Beerdigungen begleitet und sei stets bemüht gewesen, den passenden Ton zu finden. „Sollte es mir einmal nicht gelungen sein, bitte ich um Nachsicht“, sagte der Geistliche.

Dass sich Robert Kröpfl einst für Nandlstadt entschieden habe, freute Pfarrer Stephan Rauscher. Dadurch hätten mehrere Schultern die geistlichen Aufgaben im Pfarrverband, zu dem sechs Pfarreien und zwölf Filialen gehören, getragen.

Dann war es an der Zeit, Geschenke zu überreichen. Holzkreuz, Rosenkranz und einen „Hopfenschnaps zur Freude und Beruhigung“ an neuer Wirkungsstätte überreichte Pfarrer Rauscher, während Nandlstadts Bürgermeister Jakob Hartl und sein Attenkirchener Amtskollege Martin Bormann einen geschnitzten Hallertauer in Tracht überreichten. Als Andenken an Nandlstadt und die Hallertau übergab Sprecherin Renate Stoeber für den Pfarrverband einen Hopfenfechser. Von Gemeindereferentin Maria Liegert gab es für Kröpfl einen gefüllten Koffer mit auf den Weg nach Peinting und Hohenpeißenberg. Inhalt: ein Schoko-Smartphone als Melde-Erinnerung an seine Nandlstädter Kollegen, leckeres Katzen-Thunfisch-Gelee für Kater Poldi für die schwierige Eingewöhnungszeit in Peiting und Gummibärchen als Nervennahrung fürs „Herrchen“. Zudem ein Rutschwagerl und Seil, um rollend die Bittgänge und Prozessionen am Peißenberg zu überstehen, sagte Liegert augenzwinkernd: „Die mag er nämlich so.“

Der Messe folgte eine Feier im Pfarrinnenhof mit Freibier und Grillfleisch auf Kirchenkosten. Auch bei der Unterhaltung kamen die Besucher auf ihre Kosten. Den Auftakt machte die Gruppe „Mehraloa“ mit dem umgetexteten Lied „Muss i denn zum Städtele hinaus“. Dabei führten sechs Frauen Pfarrer Kröpfl vor Augen, was er in Peißenberg künftig brauche, wenn er „S’Nandelstädtele“ verlasse: Wetterkerze, Rosenkranz, Leberkäs’ und eine halbe Bier. Kulinarische Geschenke mit eingeschweißten Würsten und Brezensalz erhielt Kröpfl auch von Hans Bügl, der als Sprecher der „Tegernbacher Weißwurstbruderschaft“ den Verlust eines Mitglieds beklagte.

Auch in der neuen Heimat stehen die Kröpfls Türen für die Nandlstädter offen: „Jeder, der nach Hohenpeißenberg kommt, ist mir willkommen“, sagte der 36-Jährige.

Martin Hellerbrand

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