Pfarrer Rauscher segnet die Krippe
+
Segnete die Krippe: Pfarrer Stephan Rauscher. Den Nandlstädter Herrgottsschnitzer Josef Bauer hat das Ensemble „viel Arbeit gekostet – und viel Bier für die Inspiration!“

Eine galante Lösung zwischen bewährten Einflüssen und modernen Aspekten

Die drei lebensgroßen Krippenfiguren vor dem Nandlstädter Rathaus sind ein Hingucker

Nach sechs Monaten aufwändiger Schnitzarbeit kann man sie nun besichtigen: die Krippenfiguren vorm Rathaus. Sie sollen die Nandlstädter auf Weihnachten einstimmen.

Nandlstadt – Entstanden sei die Idee zusammen mit dem ehemaligen Rathauschef Jakob Hartl beim Christkindlmarkt, so Zweiter Bürgermeister und Kulturreferent Rainer Klier in der Rückschau. Zügig für das Projekt angeheuert wurde der bekannte Nandlstädter Herrgottsschnitzer Josef Bauer, der dann auch bereits im Sommer mit der künstlerischen Ausarbeitung von Maria, Josef und dem Jesus-Kind begonnen hatte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die drei Figuren aus Lindenholz sind eine galante Lösung zwischen bewährten Einflüssen und modernen Aspekten. „Bäuerlich hab ich mir es halt vorgestellt“, so Bauer, „mit einem gewissen Schwung“. Die Arbeit, so der Herrgottsschnitzer weiter, sei keine einfache gewesen: „Das hat viel Arbeit gekostet – und viel Bier für die Inspiration!“

Sechs Monate war Josef Bauer beschäftigt

Bauer ist zufrieden mit seinem Werk und hatte bei der Präsentation auch einen Wunsch: „Habt´s vui Freid - und passt´s guad drauf auf!“ Auch Bürgermeister Gerhard Betz war überaus glücklich mit dem Ergebnis, obwohl er zu Anfang eher noch skeptisch dem Vorhaben gegenübergestanden hatte. Vorwiegend, weil es natürlich nicht sicher gewesen war, ob die Schnitzarbeiten alleine durch Spenden getragen werden würden. Für Klier seien die Figuren per se „unbezahlbar“, allerdings gebe es Vergleichsfiguren, die im Ensemble schon mal um die 25 000 Euro kosten würden. Bauer selbst habe allerdings seine Kunst für einen Bruchteil davon in die Dienste der Gemeinde gestellt – ein erheblicher Teil davon konnte zwischenzeitlich durch Spenden abgedeckt werden.

Um die Figuren vor Diebstahl zu sichern, so Klier, seien diese fest verschraubt. Kurzzeitig wurde auch überlegt, das Ensemble durch eine Plexiglasscheibe zu schützen – allerdings stehe die heilige Familie so zentral und gut beleuchtet vor dem Rathaus, dass letztendlich davon abgesehen wurde.

Für Klier nicht nur ein religiöses Zeichen

Für Klier ist die Krippen-Szene nicht nur ein religiöses Zeichen, sondern weitreichender auch ein Signal für die Gemeinschaft – vor allem eben in einer Zeit, in der viele Veranstaltungen rund um den Advent aufgrund der Corona-Pandemie haben ausfallen müssen.

Das ließ Pfarrer Stephan Rauscher zwar gelten, verwies aber auf die eindeutige christliche Symbolik. „Sonst hättet Ihr ja auch Rentiere hinstellen können“, so Rauscher, der im Anschluss die Krippe sowie den Gemeinderat für gute Entscheidungen und die Presse für gute Berichterstattung segnete. Für die kommenden Jahre möchte Klier die Bethlehem-Szene sogar vergrößern und die Krippe somit lebendig werden lassen, auch deshalb sind weitere Spenden herzlich willkommen.

Richard Lorenz

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare