Aus dem Gemeinderat

Tennisverein Nandlstadt: Sanierung steht nichts  mehr im Weg

  • Andrea Hermann
    vonAndrea Hermann
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Die Tennisplätze des TV Nandlstadt müssen dringend saniert werden. Die Gemeinde unterstützt das Vorhaben mit einer Ausfallbürgschaft.

Nandlstadt– Nach 25 Jahren steht beim TV Nandlstadt eine Grundsanierung der Tennisplätze an. So soll künftig nicht mehr auf Sand, sondern auf Kunststoff (Kautschuk-Basis) gespielt werden – was viele Vorteile mit sich bringe, wie TV-Chef Ludwig Langwieser in einem Schreiben an die Gemeinde aufzeigte. Zum einen könnten die Plätze das ganze Jahr über bespielt werden, zum anderen sei „keine Bewässerung erforderlich“, was rund 1200 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr einspare. Zudem schaffe man mit dem neuen Belag eine „bessere Belastbarkeit und dadurch mehr Trainingsmöglichkeiten für die Jugend“. Darüber hinaus soll der Platz „Rollstuhltennis-tauglich“ gebaut werden, so Langwieser. Alles in allem würde die Attraktivität der Anlage gesteigert werden.

Doch das Vorhaben hat seinen Preis: 230 000 Euro werden für die Maßnahme kalkuliert. An Zuschüssen können die Sportler 115 000 Euro vom BLSV erwarten, zudem würden die Kosten durch Eigenleistung um zehn Prozent, sprich 23 000 Euro, gemindert. Somit müssten 92 000 Euro selbst gestemmt werden. „Den Finanzierungsbetrag kann der Tennisverein durch Einsparungen gegenüber der Sandplatzinstandsetzung (Material, Arbeitsleistung, Wasserverbrauch), mit Bandenwerbung, Arbeitsleistung, Spenden, Einnahmen bei Turnieren und Zusatzerlösen bei Heimbewirtschaftung mit eigenen Mitteln stemmen und über einen Zeitraum von zirka zehn bis zwölf Jahre erwirtschaften“, schreibt Langwieser. Was fehlt, ist eine Übernahme der Ausfallbürgschaft, die nur über den Grundstückseigentümer erfolgen kann – der wiederum die Gemeinde ist.

Der Gemeinderat zeigte sich offen für die Übernahme. „Das ist nicht nur eine Sanierung, sondern auch eine Modernisierung“, sagte 3. Bürgermeister Michael Schranner (BLN). Und: „Die machen eine super Jugendarbeit“. Deshalb „gehört das unterstützt“. Auch Sebastian Löffler (BLN) betonte, dass der Tennisverein „gut aufgestellt“ sei.

Da bereits drei Tage vor der Sitzung ein Ortstermin beim Tennisverein stattgefunden hatte, stand der Zustimmung nichts im Weg.

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