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Für viel Leben auf der Schapfl-Bühne sorgen die Darsteller der Hallertauer Spielgruppe Nandlstadt mit ihrem neuen Stück „Da Rauberpfaff“.

Theater im Schapflsaal

Falscher Pfarrer mischt die Gemeinde auf: Hallertauer Spielgruppe zeigt „Da Rauberpfaff“

Mit der Komödie „Da Rauberpfaff“ ist derzeit die Hallertauer Spielgruppe Nandlstadt im Schapflsaal von Altfalterbach zu sehen. Und dem Publikum wird beste Unterhaltung geboten.

Altfalterbach - Das beschauliche Dorf Keitersberg in der „guaden, oiden Zeit“, wo jeder jeden kennt, verspricht nichts Spektakuläres. Wäre da nicht die sehnlichst erwartete Ankunft des neuen Pfarrers. Der jedoch verunglückt auf dem Weg nach Keitersberg tödlich, und anstelle des Geistlichen schlüpft der Raubhauser Gust (glänzend gespielt von Hans Bauer) in die Rolle des Pfarrers. Und sorgt dabei für viel Verwirrung. Mit von der Partie sind seine Komplizen: Rothen Res (Rosmarie Rauscher) und Hetzinger Jackl (Karlheinz Kleindienst).

Im Dorf selbst scheint aber niemand den Identitätswechsel zu bemerken, da die Akteure allesamt genug mit sich selbst zu tun haben. Ob der Brauereibesitzer (Andreas Bauer), der künftig gerne mehr zu sagen hätte, der Bürgermeister (Markus Schwaiger), der weiterhin gerne das Sagen haben möchte, oder die Siachlerin (Jenny Urban), der es vor Frömmigkeit fast die Sprache verschlägt.

Publikum darf beim Beichten live dabei sein

Ganz anders ist da Severa Kupplinger (Christina Bauer), die für ihre Trutschen-Tochter Annamirl (Viola Treitinger) gleich das Reden mit- übernimmt: „Geh her und sei staad“. So fällt nicht weiter auf, dass der neue Pfarrer mit den kirchlichen Abläufen wenig bewandert ist. Noch dazu, da der neue Pfarrer in seinem Mesner (Franz Sittenauer) einen Helfer hat, der ihm vom Anziehen des Priestergewands bis hin zum Gang auf den Beichtstuhl den Weg weist. Ist die Beichte eigentlich streng geheim, darf das Publikum dieses Mal live dabei sein. Und bekommt dabei auch die Sünden der Beichtenden zu hören.

Für Turbulenzen ist gesorgt – umso mehr, als der arme Schlucker (Hansi Huber) kurzfristig im Delirium zum Beichtvater mutiert und Polizist Haflinger in Person von Manuel Glomann die Bühne betritt. Aufatmen heißt es dann am Schluss, denn die Räuberkomödie von Peter Landstorfer nimmt ein gutes Ende. In seinem zweiten Regiejahr präsentieren Manuel Glomann und seine Truppe ein tolles Stück, vor allem das mehrteilige Bühnenbild im Schapflsaal gilt es noch positiv zu erwähnen.

Martin Hellerbrand

Die weiteren Aufführungen: Samstag (20 Uhr)/Sonntag (15 Uhr, Familienvorstellung), 16./17. November, sowie Samstag/Sonntag, 17./24. November (je 19 Uhr). Restkarten gibt es im Schuhhaus Gebhard sowie an der Abendkasse. Ausführliche Infos finden sich auf der Homepage der Hallertauer Spielgruppe Nandlstadt.

Für ordentlich Wirbel hat das geplante Windrad gesorgt, das bei Großgründling entstehen soll. Nachdem die erste Anlage genehmigt worden ist, ist nun die zweite in Planung.

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