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„Ziag o‘!“ Nasensportler messen sich bei Schmaizler-Wettbewerb von Schnupfclub Nandlstadt

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Drei Wettbewerber messen sich beim Nandlstädter Schnupferclub
Nasensportler in Aktion: Viel Fingerspitzengefühl bewiesen Rotraud Grottenthaler, Georg Rauscher und Christine Bichlmaier (v.l.) beim einminütigen Einbringen des Schmaizlers ins Riechorgan. © Hellerbrand

Wer kriegt die Nase am vollsten? Beim Schnupfclub Nandlstadt war jetzt wieder Wettkampf-Zeit - mit starken Favoriten und einer kleinen Sensation.

Hausmehring – Ganz im Zeichen des Schnupftabaks stand am Freitag die Huber-Wirtsstube in Hausmehring. Der Schnupfclub Nandlstadt hatte seine Mitglieder zum Vereinsfest ins Gasthaus eingeladen. Nach mehrjähriger Durststrecke bereicherten gleich zwei Schnupf-Wettbewerbe den Abend.

Um hierzu gestärkt anzutreten, folgte nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Max Weinmann erst einmal eine kulinarische Stärkung für die Nasensportler. Als die knurrenden Mägen besänftigt waren, stellten sich die Teilnehmer dem Wettstreit um den „Franz-Grottenthaler-Gedächtnis-Pokal“.

Wettschnupfen ist längst keine reine Männersache mehr – auch nicht in Nandlstadt. Den besten Beweis gab es vor drei Jahren, als der Schnupfclub in der Marktgemeinde die Deutsche Meisterschaft ausgerichtet hatte und auch das Nandlstädter Damen-Quartett mit Christine Bichlmaier, Rosmarie Rauscher, Christine Altkrüger und Rotraud Grottenthaler bejubelter „Vize“ wurde. Klar, dass die vier erfolgreichen Damen auch beim Wettstreit am Freitag am Start waren.

Das Ziel: möglichst wenig Schmaizlerübrig lassen

Mit jeweils drei Teilnehmern ging es in die Runde. Das Prozedere war klar: Es galt, möglichst viel von dem auf exakt fünf Gramm abgewogenen Schnupftabak aus der Dose innerhalb einer Minute in die Nase zu bekommen. Der verblieben Doseninhalt, aber auch die heruntergefallenen Brösel auf dem XXL-Lätzchen, wurden im Anschluss gewogen und von den fünf Gramm abgezogen. Was blieb, war das Schnupfergebnis. In Hochform präsentierten sich dabei nicht nur die Schnupfenden, sondern auch die Anfeuernden, die ihre jeweiligen Favoriten mit deren Vornamen und „Ziag o’“-Rufen animierten.

Rupert Grottenthaler, Christine Bichlmaier und Martin Brandmeier mit Vorsitzendem Max Weinmann (v. l.) beim Vereinsfest des Nandlstädter Schnupfclubs
Spitze: Rupert Grottenthaler, Christine Bichlmaier und Martin Brandmeier waren die Sieger des Abends und erhielten Gratulationen von Vorsitzendem Max Weinmann (v. l.) beim Vereinsfest des Nandlstädter Schnupfclubs. © Hellerbrand

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Das Ergebnis war dann wenig überraschend, denn mit Christine Bichlmaier (3,796 Gramm) und Rupert Grottenthaler (4,870 Gramm) hatten die beiden Favoriten der Damen- und Männerwertung am Schluss die Nase vorn. Nur 0,1 Gramm weniger als die Siegerin hatte Rotraud Grottenthaler in ihrem Riechorgan untergebracht, was ihr Platz 2 vor Christine Altkrüger bescherte.

Bei dieser Leistung hatten auch die alten Schnupfer-Hasen Respekt

Bei den Herren kam Georg Rauscher mit 4,294 Gramm auf Platz 2, Drittplatzierter wurde Vorsitzender Max Weinmann (4,179). Insgesamt elf Teilnehmer waren angetreten, darunter auch die beiden Neumitglieder Andreas Rauscher und Martin Brandmeier. Und Letztgenanntem gelang dann die Sensation beim zweiten Wettbewerb „Jahreszahl 2022 schnupfen“. Hier war ein besonders filigranes Zusammenspiel von Finger und Nase gefragt, um möglichst exakt die Menge von 2,022 Gramm Schmaizler aufzunehmen. Martin Brandmeier bewies den richtigen Riecher: Denn mit 2,025 Gramm auf der Digitalwaage lag der 31-Jährige nur 0,003 Gramm über der ausgegebenen Siegermarke, was ihm neben einem Keramik-Krug als Siegertrophäe auch den Respekt der alten Schnupfer-Hasen einbrachte.
Martin Hellerbrand

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