Gemeinderat beschließt

Nandlstadt: Waldbad wird im Frühjahr saniert

Nandlstadt - Wurzeln und Erde haben die Leitungen am Waldbad Nandlstadt verstopft und die Rohre porös gemacht: Nach der ersten Bauphase in diesem Jahr soll es 2016 mit der Quellensanierung weitergehen.

Mit 112 000 Euro ist die Maßnahme im kommenden Jahr festgesetzt. Neue Leitungen schlagen mit mit 45 000 Euro als größter Punkt zu Buche. Zwei neue Sammler sollen 12 000 Euro kosten, zwei Schächte 15 000 Euro. „Das muss uns das Waldbad wert sein“, sagte Bürgermeister Jakob Hartl bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag – dem stimmte das Gremium unisono zu. Der Bürgermeister kündigte außerdem an, dass „der Naherholungsverein etwa die Hälfte der Kosten bezuschusst“.

Nachdem heuer zwei Leitungen im Osten beziehungsweise Südosten des Waldbads dran waren, soll es 2016 mit den zirka 80 Meter langen Leitungen im Norden des Bades weitergehen. Ziel ist es, eine Quellschüttung von vier Litern pro Sekunde zu erreichen. So sollen Wasseraustausch gefördert und Algen verhindert werden. Zudem soll die Qualität des Wassers steigen – die sei aber ohnehin schon sehr gut, betonte Hartl. Bis Anfang November habe man die Quellschüttung immerhin auf 2,2 Liter pro Sekunde steigern können, berichtete Ulrich Voerkelius vom Planungsbüro. Zum Vergleich: Vor der ersten Bauphase lag dieser Wert bei 1,65 Litern pro Sekunde. Man habe sich mehr erwartet, kommentierte Matthias Mauser (CSU). Aufgrund des extrem trockenen Sommers könne man dem derzeitigen Wert nicht zu 100 Prozent vertrauen, entgegnete sein Parteikollege Andreas Hofstetter. Außerdem waren bei der jüngsten Überprüfung die Leitungen der Nordseite noch verstopft. Damit das in Zukunft nicht wieder passiert, sollen die Rohre alle zehn Jahre durchgespült werden, so die Empfehlung des Planers.

Im Frühjahr soll es gleich losgehen mit der Sanierung, sobald die Temperaturen es zulassen. Bis zur nächsten Badesaison soll die Erneuerung komplett abgeschlossen sein, so die Hoffnung des Bürgermeisters. „Wenn nicht, geht es im Herbst weiter.“

Regina Kaindl

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