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Faschingszug in Au

Der Narhalla Au geht das Bier aus

Au/Hallertau – Auch dank vieler lokaler Themen erlebte Au gestern einen gelungenen Faschingszug. Trockenen Fußes gingen 38 Gruppen, Wagen und Musikkapellen auf der Hauptstraße – und vor allem der Narrhalla wurde ordentlich der Marsch geblasen.

Denn bekanntlich hat der Faschingsverein in diesem Jahr kein Prinzenpaar, was mehrere Gruppen kommentierten. Im Jahr 2020 werden die Narrhalla nur noch aus einem Garde-Trio bestehen, zeigten Michael Schweiger, Willi Kögl und Konrad Hofmaier auf, während Gerhard Mayerhofer, Karl Schmid und Manfred Fischer sich bereits für das kommende Jahr als neues Kölner-Dreigestirn bewarben. In einer fehlenden Regentin sah die Liedertafel das eigentliche Problem, die deshalb mit einem „Prinzessinnen-Verleih“ durch die Straße zog. Brünett, blond, rot oder schwarz, die weibliche Bandbreite im Frauen-Mietservice der Sangesfreunde hatte einiges zu bieten. Einen ganz anderen Weg zeigte der Familienkreis auf, der mit dem früheren Prinzenpaar Maria und Hans an der Spitze und einem Dutzend Gardemädel aus vergangenen Tagen ein „Faschingsrevival“ vorschlug. Motto: „Auch alte Qualität wird oftmals nicht verschmäht.“

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Fotostrecke: Faschingsumzug in Au/Hallertau

Dass aber auch die derzeitige Narrhalla über enorme Qualtät verfügt, demonstrierten die Narrenschar um Dreigestirn, Gardemädels und der Nachwuchsgruppe „P’Auerkids“ im Zug und danach auf der Bühne am Marktplatz. Weil dort am Narrhalla-Stand um 15 Uhr mitten unterm Zug bereits das Bier zu Ende war, dürften dem Faschingsverein auch für das kommende Jahr bereits einige Derbleck-Wagen sicher sein.

Apropos derblecken: Auch die Gemeinde bekam ihr Fett ab. Der TSV Au war dabei besonders stark. Die Senioren nahmen das halbherzige Vorgehen gegen den Biber aufs Korn, während die C-Jugend die zu klein geratenen Hopfenlandhalle für das Abhalten von Hallenturnieren mokierte. Die Hopfenlandhalle mit ihrer zu kleinen Küche wählte auch das Duo Hofstetter/Gabelsberger zum Thema und hatte mit mobilem Ofen auf der Ackerschiene eines Bulldogs auch gleich die passende Lösung parat. Die Probleme beim Aufstellen des Christbaums in St. Vitus machte die Kolpingsfamilie publik: „Der Pfarrgemeinderat schaut ganz schee dumm, in der Kirche haut’s an Christbaum um.“

Für bunte Farbtupfer sorgten die Kasperlfreunde mit mobiler Theaterbühne, eine Gruppe mit süßen Popcorn-Damen sowie ein buntes Vogelgeschwader mit bunten Papageien. Der Skiclub ging unter die Panzerknacker, während die Haslacher Dorfgemeinschaft demonstrierte: „Heavy Metal kennt kein Alter.“ Als Bücher und Leseratten verkleidet erinnerte das Team der Bücherei um Leiterin Claudia Auer an das zehnjährige Jubiläum in diesem Jahr. Der Vogel-Hölzl-Kindergarten widmete sich den Berufen, während Stefan Ebensperger als schimpfender Kornbauer in der Gruppe aus Vogelscheuchen und Krähen glänzte.

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