Ein Narrhalla-Ball, 22 Jahre Faschingsgeschichte

Hallbergmoos - In den Geschichtsbüchern der Gemeinde wird der Narrhalla-Ball 2016 definitiv mit einem großen Ausrufezeichen markiert: Im ausverkauften Gemeindesaal feierte das närrische Volk mit den „Showtroopers“ eine unvergessliche Nacht. Höhepunkt war der Auftritt von Prinzenpaaren und Gardetänzer der vergangenen 22 Jahre, mit dem man Tanztrainer Tom Förth überraschte - und verabschiedete.

„Wenn’s am schönsten ist, sollte man aufhören.“ Getreu dieser Devise verabschiedete Förth sich von der Hallbergmooser Bühne. Freilich nicht sang- und klanglos, sondern mit einem Paukenschlag. 50 Prinzessinnen und Prinzen sorgten gemeinsam mit Gardemädels und -burschen ein unvergleichliches Deja Vu-Erlebnis. In Originalkostümen legten die Hoheiten von damals und heute eine Show aufs Parkett, die den Gemeindesaal zum Beben brachte: Jedes Jahr - angefangen 1993 mit Prinzessin Renate II. und Prinz Sepp II. - ließen die Tänzer Revue passieren: Auf der Bühne waren die jeweiligen Fotos und Titel eingeblendet. Im Vordergrund schwangen die Tollitäten zur Musik der jeweiligen Themen - Walt Disney, Prohibition, Ägypten, Wild Wild West oder Alpenwahnsinn - gemeinsam das Tanzbein.

Die Meisterleistung, die Akteure der vergangenen 22 Jahren auf dem Parkett zu vereinen, war Sabrina Schuster gelungen: Sie trainierte die Kinder- und Teeniegarde - und ganz nebenbei auch noch die „Ehemaligen“ für die große Abschiedsshow. Seit Oktober wurde in drei Gruppen die Choreografie einstudiert - und schließlich zu einem großen Galaauftritt zusammen geführt. „Das war einfach sensationell“ dankte Förth seinen Tänzern für eine Revival-Show der Superlative. „Was kann sich ein Trainer mehr wünschen“, dankte er dem Präsidium, Akteuren und dem Publikum. „Ich verabschiede mich einem sehr, sehr weinenden Auge“, so Förth.

Das Publikum verabschiedete ihn mit stehenden Ovationen. Zeit zum Trauern blieb freilich wenig: Denn gleich nach dem Auftritt trafen versammelten sich die Narren an der Bar, um einen weiteren Coup zu feiern: Katrin Giggenbach (geborene Stallmeister), Faschingsprinzessin von 2005, hatte gemeinsam mit Kumpanen Narrhalla-Maskottchen Bodo beim Inthronisationsball entführt. Die Auslöse - 18 Flaschen Prosecco und ein Weißwurstfrühstück - wurde an der Bar und später - nach der Ballnacht - serviert.

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