Nasses, aber erfolgreiches Seefest

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Eching - Rauf auf die Schlauchboote und runter mit den Kontrahenten – beim Echinger Seefest ging nicht nur die Open-Air-Veranstaltung baden. Der Gastgeber entschied das Fischerstechen für sich – die Wasserwacht Eching schickte die meisten Gegner ins Wasser.

Es war einer der wenigen Sonnentage in den vergangenen Wochen – und da hatte die Echinger Wasserwacht einen Volltreffer gelandet: Das jährliche Seefest der Echinger Wasserwacht wurde zum Open-Air-Vergnügen für alle Generationen. Zumindest tagsüber: Das Abendprogramm mit Live-Musik der Isar-Rider, der Siegerehrung und einem Auftritt der Taufkirchner Showfunken musste wegen Gewitters in das Zelt verlegt werden. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch.

Am Nachmittag fand neben Biergartenbetrieb, Hüpfburg und Piratenschatzsuche zum zweiten Mal ein ganz besonderes Spektakel statt: die Neuauflage des Echinger Fischerstechens. Sechs gut gelaunte und bestens motivierte Mannschaften waren angetreten, um den Pokal zu erobern – und sich zudem noch Seefest-Gutscheine zum gemeinsamen Feiern am Abend zu verdienen. Bei dieser zeitgenössischen Variante des ursprünglichen historischen Fischerstechens galt es, den gegnerischen „Stecher“ von der Plattform am Bug der Schlauchboote mit einer Lanze (hier in Form eines an der Spitze mit einem Ball abgerundeten Stocks) zu treffen und von den Beinen zu holen. Im Eifer des Gefechts ging dabei sogar die eine oder andere Lanze zu Bruch. Der erste, der dabei baden ging, war der Frontmann des Teams Thaler, Bürgermeisterkandidat Sebastian Thaler, den die heimischen Wasserwachtler gleich in der ersten Vorrundenpartie von den Planken holten. Im originellsten Outfit gingen einmal mehr die Neufahrner Wasserwachtler an den Start, denn die figurbetont bekleidete Bootsbesatzung war als Ballettgruppe ausstaffiert und firmierte unter dem Namen „Fabulous“. „Bauliche Veränderungen“ an der nun schmaleren und kleineren Plattform brachten für die Kombattanten Erschwernisse beim Balance-Halten mit sich. Dadurch erhöhte sich die Schwierigkeit und die Gefechte waren intensiver und zumeist kürzer – und damit kurzweiliger für Fans und Zuschauer. Vom Ufer und auch aus dem Wasser heraus wurde eifrig angefeuert. Im Endspiel zwischen guten Nachbarn machte das Team der heimischen Wasserwacht Eching gegen die Wasserwacht Neufahrn den entscheidenden Stich und entschied das Gaudi-Turnier für sich.

Die Platzierungen: in der Vorrunde ausgeschieden ist neben dem Team Thaler in der Gruppe A auch die Mannschaft der BRK-Jugendleiter aus Gruppe B. Den vierten Platz holte die Rettungswache Eching, Dritter wurde die Wasserwacht Freising mit dem markigen Namen Eskalation 2.0. Zünftig beendet wurden die „Seeschlachten“ von Leuner mit einem dreifachen Patsch-Nass. Und das wurde offensichtlich vom Wettergott falsch verstanden – denn um 18 Uhr öffneten sich die Himmelsschleusen.

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