Der Navis-Vorstand nach den Neuwahlen: (v. l.) Stephan Zobel, Max Braun, Simon Bosseder, Michael Gmach, Wolfgang Wagner, Jakob Kehlringer und Helmut Unger. Der Hilfsverein blickt auf ein anstrengendes, aber auch äußerst erfolgreiches Jahr zurück. Foto: Albrecht

Navis e.V. blickt auf ein Jahr voll großer Taten zurück

Moosburg - Es war ein bewegtes Jahr in der jungen Geschichte des Moosburger Hilfsvereins Navis: 2013 standen nicht nur die Einsätze auf den Philippinen und in Deggendorf an, auch das neue Lager wurde in Betrieb genommen. Bei der Mitgliederversammlung wurde nun zurück- und nach vorne geblickt.

Es war viel los bei der Mitgliederversammlung der Moosburger Hilfsorganisation Navis im nahen Zustorf (Kreis Erding). Die große Teilnahme spiegelte die positiven Mitgliederzahlen wider: 86 Neuzugänge wurden 2013 verzeichnet, insgesamt zählt der Verein 314 „Navisianer“.

Neben der Einrichtung und Inbetriebnahme des neuen Lagers in Moosburg war das vergangene Jahr geprägt von den Einsätzen in Deggendorf und auf den Philippinen. Rund drei Wochen halfen die Ehrenamtlichen beim niederbayerischen Hochwasser. Ganze zehn Wochen waren nötig, um nach er Taifun-Katastrophe den Navis-Stützpunkt in San Joaquin guten Gewissens wieder abzubauen. 54 Mitglieder produzierten 225 000 Liter Trinkwasser, verarzteten 5700 Patienten und bewältigten 15 Tonnen Fracht. Es war eine logistische und menschliche Meisterleistung, die den Helfern viel Dankbarkeit in der Bevölkerung einbrachte.

Doch Ausruhen auf Erreichtem gibt es bei Navis offenbar nicht: Derzeit werden die Hilfskräfte in internen Schulungen mit weiterer Technik vertraut gemacht, um etwa eine Trinkwasseraufbereitungsanlage richtig bedienen zu können. Durch das enorme Spendenaufkommen und die gestiegenen Ausgaben wurde eine Datenverarbeitungsbank unumgänglich. Die Teilnahme am DZI-Spendensiegel lehnte man jedoch ab: Dies wäre mit weiteren Kosten verbunden. Außerdem liegt Navis mit nur fünf Prozent Verwaltungskosten weit unter der dort vorgeschriebenen Höchstgrenze von zehn Prozent. Kurz gesagt: Der Verein übertrifft das teure Zertifikat ohnehin. Und die Spender vertrauen dem Verein auch so.

Die Wahlen ergaben derweil nicht viel Neues: 1. Vorsitzender bleibt Wolfgang Wagner, Stephan Zobel ist weiterhin sein Vize. Auch der Schatzmeister heißt nach wie vor Michael Gmach, während Helmut Unger erneut zum Schriftführer ernannt wurde. Sein Amt zur Verfügung stellen wollte hingegen der leitende Arzt Dr. Anton Freilinger: Er möchte aus zeitlichen und persönlichen Gründen künftig kürzer treten und gab den Posten an Dr. Simon Bosseder ab.

Beim leidigen Rechtsstreit mit der NAVIS AG (wir berichteten) gab es nichts Neues, wie Navis-e.V.-Chef Wolfang Wagner sagte: „Der Prozess liegt derzeit auf Eis.“

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