Junges Blut im Vorstand: Der 17-jährige Gustav Hilberg (hinten l.) wurde zum neuen Kassier gewählt. Der Rest des Gremiums wurde in seinen Ämtern bestätigt. Hinten (v. l.): Gustav Hilberg (Kassier), Rudolf Hattenkofer, Bernd Aschenbrenner, Alfred W agner (alle Beisitzer). Vorne (v. l.): Angelika Damke (Kassenprüferin), Daniela Eiden (1. Vorsitzende), Renate Klossek (Schriftführerin), Reinhard Dick (2. Vorsitzender). foto: anna SCHLEDZINSKI

Jahreshauptversammlung 

Neue Heimat für Altstadtförderer

Frischer Wind bei den Altstadtförderern: Mit dem 17-jährigen Gustav Hilberg hat die Führungsriege einen neuen Kassier bekommen. Der restliche Vorstand durfte sich hingegen über eine Wiederwahl freuen.

Moosburg – Da Limin Sun aus beruflichen Gründen nicht mehr für eine erneute Wahl zur Verfügung stand, musste der Verein einen neuen Kandidaten für das Amt des Kassiers finden. Lange suchen brauchte Vorsitzende Daniela Eiden bei der Mitgliederversammlung im Rosenhof nicht: Gustav Hilberg erhob sich schnurstracks und stellte sich den Mitgliedern vor. „Ich bin zwar noch Schüler, möchte mich aber im Verein engagieren und traue mir das Amt zu“, erklärte der 17-Jährige selbstbewusst. Das imponierte den Anwesenden, und so wurde Hilberg einstimmig die Verantwortung der Kasse in die Hände gelegt. Die anderen acht Vorstandsmitglieder dürfen ihre Ämter weiterhin ausüben.

Mit einer schlechten Nachricht begann Daniela Eiden ihren Rechenschaftsbericht: Das „Pöschlbräu“ steht dem Verein nicht länger als Veranstaltungsort zur Verfügung. „Wir sind traurig darüber, weil es unser Gründungsgasthaus ist, in dem sich der Verein 1949 zusammengeschlossen hat.“ Künftig werde man beim „Boban“ eine neue Heimat finden. „Da ist noch ein großes Nebenzimmer, das wir nutzen können.“ Die Veranstaltungen des Vereins brachten der Vorsitzenden aber jede Menge Freude. Ob Altstadtforen, das Offene Atelier oder die Kurzfilmnacht – die Besucherzahlen waren hoch und die Beiträge spannend. Zum 20. Kunstwochenende ließen sich die Verantwortlichen eine ganz besondere Mail-Art-Aktion einfallen: Passend zum Postkartenkatalog der Ausstellung brachten Mitglieder, Freunde oder Künstler dem Verein Postkarten mit dem Titel „20“. „Die haben wir dann im Zehenstadel ausgestellt. Die Resonanz war toll.“

Die Vorsitzende dankte den Mitgliedern für deren außergewöhnliches Engagement. „Wir haben ein sagenhaftes Glück, dass so viele unserer Mitglieder immer hilfsbereit sind. Ohne diese Hilfe könnten wir diese Veranstaltungen gar nicht machen.“

Daniela Eiden hatte an diesem Abend weiteren Grund zum Feiern: Im Februar wurde ihr von Ministerpräsident Horst Seehofer das Ehrenzeichen für hervorragende langjährige Verdienste im Ehrenamt verliehen. „Darüber habe ich mich sehr gefreut, und es war eine wirklich schöne Verleihung“, berichtete sie der Gruppe. Bei einem Glas Sekt wurden die Ehrung sowie das Ergebnis der Wahlen gefeiert.

Anna Schledzinski

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