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Hort-Räumlichkeiten mieten oder kaufen? 

Neue Hort-Räumlichkeiten: Die Zeit drängt 

Ein eingespieltes Team aus Architekten und Ingenieuren wird die Planungen für den Hallbergmooser „Hort 3“ nun in die Hand nehmen. Die Planer hatten gleich mal eine unerfreuliche Überraschung parat: Entgegen bisheriger Annahmen kann das Behelfsgebäude, in das die Gemeinde zirka 2,8 Millionen Euro investiert, nur zu fünf Prozent wiederverwertet werden. Und: Der Einzugstermin verschiebt sich von Januar auf März 2019.

Hallbergmoos Im März hatte der Gemeinderat beschlossen, einen „Interimshort“ in Modulbauweise östlich der Mittelschule zu bauen, um den großen Bedarf nach Betreuungsplätzen schnellstmöglich decken zu können. Man war davon ausgegangen, dass man für das Haus, das auf drei Hortgruppen mit 75 Kinder angelegt ist, etwa fünf Jahre lang brauchen wird. Danach sollen die Hortkinder in einem neuen Schulgebäude, über das man derzeit nachdenkt, unterkommen. Der „Interims-Hort“ sollte deshalb, so die Überlegungen der Kommune, rückbaubar und wiederverwendbar sein.

Von „Interim“ kann nun allerdings nicht mehr die Rede sein. Bei einem Rückbau wäre quasi die komplette Investition in den Sand gesetzt. Denn der Wiederverwertungsanteil liegt, so die aktuelle Auskunft der eingeschalteten Architekten, bei lediglich fünf Prozent. „Das ist wirklich nicht prickelnd“, bedauerte Schulreferentin Silvia Edfelder (CSU) diese neuen Erkenntnisse und überlegte, ob in diesem Fall nicht „mieten statt kaufen“ die bessere Option sei – zumal später womöglich noch Entsorgungskosten anfielen. In diesem Punkt konnte Andreas Niederreiter (Bauamt) nur geringfügig beruhigen: Für gewöhnlich, so ließ er wissen, nähmen Hersteller die Modulgebäude „kostenneutral“ zurück. Für den Rückbau der Fundamente und anderer fester Bauelemente müsse die Gemeinde allerdings schon mit 100 000 bis 150 000 Euro kalkulieren. Wolfgang Reiland (Einigkeit) brachte dies auf den Gedanken, lieber mehr Geld in die Hand zu nehmen und „etwas Dauerhaftes“ zu bauen. Das ist aber für Bürgermeister Harald Reents (CSU) wie auch Heinrich Lemer (FW) keine Alternative, weil die Zeit drängt und viele Eltern dringend einen Betreuungsplatz für ihre Kinder brauchen. „Wir müssen das Gebäude deshalb so platzieren, dass es dauerhaft bleiben kann“, argumentierte Lemer.

Würde das Hort 3-Gebäude einmal nicht mehr gebraucht, so Sabina Brosch (Grüne), böten sich andere Verwendungsmöglichkeiten, beispielsweise als Generationenhaus an. Stefan Kronner (SPD) erinnerte daran, dass die Anmietung von Containern mit 2,5 Millionen Euro (für fünf Jahre) nicht wesentlich preisgünstiger sei. Dies sei mehrfach im Bauausschuss und Gemeinderat aufgezeigt worden. Man wird also den eingeschlagenen Weg weiter gehen. In den Ausschreibungen wird das Planungsteam Stahl- und Holz-Modulbauweisen alternativ berücksichtigen. Weil die planerischen Vorbereitungen etwa drei Monate in Anspruch nehmen, kann der Hort 3 voraussichtlich nicht zu Jahresbeginn 2019, sondern erst im März 2019 in Betrieb gehen. Bürgermeister Harald Reents wurde ermächtigt, die entsprechenden Honorarverträge mit den Architekten Meuer, Stautner & Schäf (Landschaftsarchitekten), Schiller Automatisierungstechnik und dem Ingenieurbüro Maierhofer zu schließen. Als Planungskosten sind aktuell etwa 470 000 Euro veranschlagt, die im Gesamtbudget (2,8 Mio. Euro) bereits eingerechnet sind. eva oestereich

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