Neue Runde im Mauerner Digitalfunk-Streit

Mauern - Mauerns Kampf gegen den BOS-Sendemasten am Gandorfer Berg geht in die nächste Runde. Erneut hat der Gemeinderat den Antrag einstimmig abgelehnt.

Beim ersten Nein hatte die Regierung daraufhin das Einverständnis erteilt, die Kommune Mauern dagegen aber geklagt - mit Erfolg. Doch das scheint nur ein Teilsieg zu sein. Denn mit Schreiben vom 28. November vergangenen Jahres hatte das Staatliche Bauamt Freising bei der Regierung von Oberbayern eine Wiederaufnahme des Zustimmungsverfahrens beantragt. Es wurden neue Eingabepläne erstellt, denn das Landratsamt Freising fordert einen kompletten Bodenaustausch am Gandorfer Berg. „Der Standort grenzt am nächsten an die Wohnbebauung“, sagte Bürgermeister Georg Krojer. Der von der Gemeinde vorgeschlagene Doppelstandort bei Unterappersdorf und Thulbach sei nicht berücksichtigt worden.

Zudem kritisierte der Rathauschef, dass die Nachbarn nicht angeschrieben worden seien. „Es wurde kein Einverständnis eingeholt. Ich finde das nicht richtig, die Nachbarn gehören gehört“, machte er in der Sitzung seinem Ärger Luft. Doch es gebe noch mehrere schlagkräftige Argumente, gegen den Standort Gandorfer Berg zu votieren. Die Auswirkung für die Bevölkerung werde als belastend eingestuft. Zudem werde das Orts- und Landschaftsbild durch den rund 50 Meter hohen Masten sowie den etwa sechs Meter hohen Sendeteil erheblich verschandelt. Hinzu komme noch, dass die Auswirkungen der festgestellten Bodenverunreinigungen auf dem Baugrundstück nicht endgültig geklärt seien. „Wir werden bis zum Schluss dagegen kämpfen“, kündigte Krojer an. Denn die Regierung von Oberbayern werde wohl das Einvernehmen erteilen. „Dann können wir nur Klage einreichen. Das wird auch nicht ganz billig werden“, so der Rathauschef. Die Chance, dass Mauern damit erneut Erfolg hat, scheint laut den Sachverständigen allerdings gering.

do

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