+
So wie in dieser Fotomontage soll die neue Wartungshalle (links) aussehen, die der Moosburger Fliegerclub im Frühling neben dem bestehenden Hangar errichten möchte. Der Stadtrat hat dem Vorhaben einstimmig seinen Segen erteilt.

Erweiterung bewilligt

Neue Wartungshalle: Fliegerclub Moosburg entkräftet Lärm-Sorgen

Moosburg - Der Fliegerclub möchte dranbauen: Neben dem bestehenden Hangar soll eine neue Wartungshalle entstehen. Die Stadträte sahen in dem Vorhaben kein Problem – lediglich von einer Seite wurden Bedenken geäußert.

Schon seit einigen Jahren planen die Verantwortlichen des Moosburger Fliegerclubs den Neubau einer Wartungshalle direkt neben dem bestehenden Hangar Auf der Kippe. 185 Quadratmeter groß ist die Nutzfläche des beantragten Gebäudes, über das der Moosburger Stadtrat am Montag zu entscheiden hatte. Und keiner in der Runde schien Einwände zu haben. 

Dann bat Erwin Köhler (UMB) um das Wort: Er gehe davon aus, dass alles seine Ordnung habe, da ja auch das Landratsamt in die Planung involviert sei. „Aber ich wurde von Bürgern angesprochen, dass manche Angst hätten, mit der neuen Reparaturhalle könne mehr Lärm entstehen“, formulierte es Köhler. „Etwa, wenn da Motoren ausprobiert werden. Aber ich gehe davon aus, dass die Behörden den Schallschutz beachten.“

Für Bürgermeisterin Anita Meinelt gab es keinen Grund zur Sorge: „Darauf wird geachtet, das müssen sie ja“, meinte die Rathauschefin. Dennoch versprach sie, einen Zusatz ins Schreiben an das Landratsamt aufzunehmen: „Wir vermerken, dass insbesondere auf die Vermeidung von Lärmbelästigungen hingewiesen werden soll.“ Die Runde zeigte sich zufrieden – und gab dem Vorhaben einstimmig Grünes Licht.

Das sagt der Fliegerclub-Vorsitzende

Am Mittwoch erreichte unsere Zeitung den Vorsitzenden des Fliegerclubs, Jürgen Tristl. Wir haben ihn zu der Thematik interviewt:

-Herr Tristl, warum braucht Ihr Club eine neue Halle? Haben Sie neue Flieger bekommen?

Nein. Es geht auch nicht um mehr Starts oder so. Es handelt sich um eine reine Wartungshalle. Anders als andere Vereine, etwa in Gammelsdorf, haben wir bisher keine Möglichkeit, unsere Flieger über die Winterzeit zu warten.

-Wie haben Sie das Problem denn bislang gelöst?

Bisher mussten wir im Winter extra Hallen anmieten oder temporäre, beheizte Pavillons aufbauen.

-Was sagen Sie zu den Anwohner-Sorgen, mit der neuen Halle gebe es bald mehr Lärm?

Jürgen Tristl (49) ist Vorsitzender des Fliegerclubs Moosburg.

Das Gegenteil ist der Fall. Ohnehin gibt es eigentlich kaum Motoren-Testläufe. Es findet nur einmal pro Jahr ein Ölwechsel statt, dann wird kurz der Motor gestartet. Das Ganze spielt sich aber bei geschlossenen Toren ab. Die Halle wird ja extra beheizt, weil wir eine bestimmte Temperatur benötigen. Da dringt kein Lärm nach draußen. Bei Segelfliegern entfällt die Wartung mit Testläufen ohnehin komplett. Der Radio in der Halle ist wahrscheinlich das lauteste (lacht). Wir sind uns generell der Problematik bewusst, dass unser Sport lärmintensiv ist. Deswegen sind alle unsere Piloten angewiesen, unnötigen Lärm zu vermeiden.

-Wann ist Baubeginn?

Wir warten noch auf das Okay vom Landratsamt und rechnen mit einem Baustart im Frühjahr. Für die Erdarbeiten und den Hallenbau beauftragen wir professionelle Firmen, den Innenausbau werden wir aber komplett in Eigenleistung erledigen.

Hintergrund-Infos

Der Fliegerclub Moosburg zählt derzeit rund 140 Mitglieder. Etwa 50 von ihnen sind aktive Flieger, der restliche Verein besteht aus fördernden Mitgliedern.

Armin Forster

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Feueralarm bei H&M: Freisinger Filiale evakuiert
Wegen eines Feueralarms in der Freisinger H&M-Filiale an der Unteren Hauptstraße musste am frühen Montagmorgen die Feuerwehr ausrücken.
Feueralarm bei H&M: Freisinger Filiale evakuiert
„Konservativ ist wieder sexy“: CSU kürt Herrmann zum Direktkandidaten
98,3 Prozent. Schnell hatte die CSU ausgerechnet, mit welch hohem Maß an Zustimmung Florian Herrmann als Direktkandidat für die Landtagswahl 2018 gekürt wurde. Herrmanns …
„Konservativ ist wieder sexy“: CSU kürt Herrmann zum Direktkandidaten
Wolfersdorfs langjähriger Pfarrer Franz Turek (80) gestorben
43 Jahre lang war Franz Turek Pfarrer in Wolfersdorf, bis zuletzt arbeitete er im Pfarrverband Attenkirchen mit. Nun ist der Geistliche im Alter von 80 Jahren gestorben.
Wolfersdorfs langjähriger Pfarrer Franz Turek (80) gestorben
Warnung bleibt bestehen: Trinkwasser muss weiterhin abgekocht werden
Noch gibt es keine Entwarnung: Auch weiterhin muss in den Gemeinden, die vom Wasserzweckverband Baumgartner Gruppe versorgt werden, das Trinkwasser abgekocht werden. …
Warnung bleibt bestehen: Trinkwasser muss weiterhin abgekocht werden

Kommentare