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Haags Gemeindechef Anton Geier (l.) gratulierte dem Kindergartenteam zur neuesten Errungenschaft. Den Snoezelen-Raum können die Kiga -Kinder ab sofort zur intensiven Wahrnehmung ihrer Sinne nutzen. 

Neuer Entspannungsraum für Kindergarten Haag

Zauberhafte Farbspiele und Klangwolken

Entspannung im Schummerlicht mit Farbdrehscheibe, Wassersäule mit Wandspiegel, Lichtwasserfall und leiser Musik: Das erwartet die Kinder im neuen Snoezelen-Raum des Haager Gemeindekindergartens, der seiner Bestimmung übergeben wurde.

Haag/Amper – Kindergartenleiterin Brigitte Mitterleitner und ihre Mitarbeiterinnen haben sich durch die aus den Niederlanden stammende Neuschöpfung aus den beiden Wörtern „snuffelen“ (schnüffeln) und „doezelen“ (dösen) inspirieren lassen und im Keller des Gebäudes einen speziellen Raum herrichten lassen, der vorwiegend in Weiß gehalten wurde.

Farb- und Lichtelemente wie etwa Farbprojektoren oder Zimmerdecken, die den Eindruck eines Sternen- himmels erwecken, prägen die individuell bevorzugte Atmosphäre. Zum Einsatz kommen zudem Klang- und Tonelemente.

Die Basis des Snoezelen-Raumes bieten leise arbeitende Wassersäulen mit einem Spiegelhintergrund. Flüssigkeitsprojektoren mit Farbscheiben, die Bilder an die Wand werfen, bei denen die Farben verschwimmen, unterschiedliche Lichtspots sowie langsam drehende Spiegelkugeln, Lichtvorhänge und dimmbares Deckenlicht ermöglichen intensive Sinneswahrnehmungen.

„Die heutige Generation von Kindern wächst in einer Zeit auf, in der sie täglich von Reizen zum Teil überflutet werden. Vom Snoezelen-Raum geht ein gewisser Zauber aus, und gleichzeitig bietet er allen Kindern die Möglichkeit zur intensiven Wahrnehmung ihrer Sinne – unabhängig von Sprache, Bildungsstand oder sonstigen Beeinträchtigungen“, sagte die Leiterin Brigitte Mitterleitner. Sie bedankte sich bei allen Spendern, ohne deren Geldbeträge dieser bemerkenswerte Kindergarten-Raum nicht zu bewerkstelligen gewesen wäre.

Ihr besonderer Dank galt Sunita Kaczorek vom Anglberger Kraftwerk sowie den Mitarbeitern der Firma Jung-Heinrich, und nicht zuletzt der Gemeinde Haag, die den Restbetrag leistete. Aus ihrem Erfahrungsschatz berichtete Erzieherin Bianka Köhler: „Die Kinder kommen zu bestimmten Zeiten in kleinen Gruppen in den Raum, um die Ruhe zu genießen, zu sich selber zu finden und Traumgeschichten zu hören“.

So könnten die Kinder in einer angenehmen Atmosphäre dem Alltag entkommen. Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Träumen, sich erinnern, entspannen und abtauchen. Haags Gemeindechef Anton Geier erzählte aus seiner Jugendzeit, wo es noch keinen Snoezelen-Raum gab, dafür konnten die Dorfkinder damals Ruhe und Erholung auf dem Bauerhof im Heustadl finden.

                                                                                                                        Wolfram Riedel

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