Bürgermeister Georg Krojer: Der Hochwasserschutzhat Priorität.

Neues Baugebiet ist "ein weiteres Stück Attraktivität für Mauern"

Mauern - Neuer Wohnraum ja, aber nicht zu Lasten des Hochwasserschutzes: Das ist das Credo zur geplanten Ausweisung des neuen Baugebiets „Am Wurzelgraben“. Die Tennisplätze würden dem Bau allerdings zum Opfer fallen.

„Satte 30 000 Quadratmeter“, so Bürgermeister Georg Krojer, gelte es zu überplanen. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag stellte er die Eckdaten vor. Das Gelände ist im Flächennutzungsplan als Sportareal ausgewiesen. Dieser muss geändert werden. „Das Areal hat eine leichte Südhanglage und gehört der Gemeinde“, sagte Krojer. Das Gebiet an der Straße „Am Sportpark“ wäre „ein weiteres Stück Attraktivität für Mauern“, davon ist der Rathauschef überzeugt. Schließlich soll die Kommune für Alteingesessene lebenswert bleiben, aber auch Neubürger anziehen. „Und im Wollersdorfer Feld haben wir nur noch vier Parzellen. Ein Doppelgrundstück ist gestern verkauft worden“, verriet Krojer.

Doch bevor mit der Realisierung begonnen werden kann, muss erst der Hochwasserschutz am Wurzelgraben umgesetzt werden. Bei der Flut im Sommer 2013 habe der Bach das viele Wasser gar nicht mehr aufnehmen können. „Wir müssen das so in den Griff kriegen, dass der Schaden möglichst gering ist, wenn etwas kommt“, betonte Krojer.

Auch einige Zuhörer meldeten sich zu Wort. So seien die dortigen landwirtschaftlichen Flächen vom Landratsamt Freising schon als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen, sagte ein Gast. „Der Hochwasserschutz am Wurzelgraben muss erst in trockenen Tüchern sein, bevor dort Häuser stehen“, fordert auch Gemeinderat Josef Deliano jun. (CSU). „Die Tennisplätze müssen ausgelagert werden“, so Krojer, der noch Vorsitzender des TC Mauern ist. Bei der heutigen Jahreshauptversammlung tritt er allerdings nicht mehr an. „Der neue Vorstand muss umgehend in die Planung einsteigen“, fordert der Bürgermeister.

Mit der Erschließung soll spätestens Mitte nächsten Jahres begonnen werden. Ob das Areal komplett oder in zwei Abschnitten bebaut wird, ist noch offen. „Wir könnten 20, 25 oder 30 Parzellen in Los eins erschließen. Dann siedelt später der Tennisplatz ab. Und dann wird Los zwei erschlossen“, regte Krojer an. „Ich finde die Idee super“, bekam er Unterstützung von Siegfried Probst (FW). Zudem würden nicht sofort alle Kosten anfallen. Überplant wird jedoch alles. „Das Konzept muss generell stehen“, stellte Krojer klar. Einstimmig fassten die Räte den Grundsatzbeschluss für das Baugebiet. Jetzt sollen Planer ins Rathaus eingeladen werden, um ein Überplanungsangebot abzugeben.

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