Neues Feuerwehrhaus in Wippenhausen: "Geht's auch ein bisschen kleiner?"

Kirchdorf - Der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Wippenhausen hat den Gemeinderat Kirchdorf am Dienstag in zwei Lager geteilt. Letztlich einigte sich das Gremium aber auf eine gemeinsame Linie und entschied, was künftig in den neuen Räumen untergebracht werden sollen.

Streitpunkt der Debatte am Dienstagabend war eine Bemerkung von Albert Steinberger, warum der extra für den Feuerwehrhausbau gegründete Ausschuss nicht vor der jüngsten Gemeinderatssitzung gehört worden war. Stattdessen, monierte Steinberger, sei das Gremium mit einem von der Feuerwehr selbst gefertigten Entwurf für ein neues Haus konfrontiert, also quasi vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Bürgermeister Konrad Springer rechtfertigte sein Vorgehen mit dem Hinwies, dass besagter Ausschuss „noch genug zu tun bekommt, wenn es in die Detailplanung geht“. Aber es sei nun mal Tatsache, dass man über die Größe des Vorhabens entscheiden muss, um ins Bebauungsplanverfahren zu kommen. „Und das kann halt nur der Gemeinderat.“ Steinberger verstand die Argumente Springers nicht, sah den Ausschuss als quasi ausgebootet.

Der von der Feuerwehr vorgelegte Entwurf (wir haben berichtet), sieht einen Baukörper von etwa 35 mal 13 Meter vor, für Uwe Gerlspeck ein viel zu voluminöser Klotz. Zwar seien in den Zeichnungen die geforderten Räumlichkeiten wie zwei Stellplätze für zwei Fahrzeuge, Aufenthalts- und Schulungsräume und Schützenstände integriert. Auch die Dorfgemeinschaft wird den Plänen zufolge mit genügend Platz ausgestattet - „aber geht’s vielleicht auch ein bisschen kleiner?“, fragte Gerlspeck. Von einem Luxusvorschlag sprach Johann Meier, der vehement für eine Reduzierung des Baukörpers eintrat. Johann Sebald sprach sich dafür aus, die Pläne der Ortsvereine in Wippenhausen als Grundlage für die weitere Planung herzunehmen. Albert Steinberger mochte sich nicht damit abfinden, dass der besagte Ausschuss bislang nicht zum Zuge gekommen sei und beantragte eine Vertagung des gesamten Themas. Dieser Antrag wurde zwar abgeschmettet, veranlasste den Rathauschef aber zu der spitzen Bemerkung, dass er „den Eindruck gewinne, als würden Teile des Gemeinderats versuchen, das Thema auf den Nimmerleinstag zu verschieben“.

Nichtsdestotrotz einigte sich das Gremium darauf, was in dem neuen Feuerwehrhaus alles untergebracht werden soll. So soll die Dorfgemeinschaft einen Treffpunkt bekommen. Für den örtlichen Schützenverein werden bis zu neun Stände installiert, damit er auch Wettkämpfe austragen kann. Die Feuerwehrler dürfen sich auf Aufenthalts- und Schulungsräume freuen, und auch ihre beiden Fahrzeuge bekommen ein Dach über die Karosserie.

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