So könnte es aussehen, das neue Feuerwehrhaus in Wippenhausen. Die Pläne haben die Floriansjünger selbst erarbeitet. Repro: Fischer

Neues Feuerwehrhaus in Wippenhausen: "Kein Palast und ohne Firlefanz"

Wippenhausen - Das neue Feuerwehrhaus in Wippenhausen nimmt langsam Formen an - zumindest auf dem Papier. Feuerwehr und Schützenverein haben gemeinsam einen Entwurf erstellt. Der stammt von einem Bauzeichner aus den eigene Reihen.

„Wir haben uns ein paar mal getroffen und uns Gedanken gemacht“, erinnert sich Christian Hemmer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wippenhausen, an die Entstehung der ersten Pläne für das neue Feuerwehrhaus. Für die habe maßgeblich Kamerad Martin Ilmberger verantwortlich gezeichnet. Den nun vorgelegten Entwurf hält Hemmer für eine vernünftige Lösung. „Das Haus ist nicht üppig, wir wollen schließlich keinen Palast“, sagte der Kommandant.

Im Gemeinderat sah man das jüngst ähnlich. „Ohne Firlefanz“, befand Susanne Ackstaller die Entwürfe. Der Vorschlag, auf Basis dieser Pläne einen Bebauungsplan erstellen zu lassen, stieß auf große Zustimmung. Den Auftrag dafür erhielt ein Architekturbüro aus Nandlstadt. Im Gremium gab es nur eine Gegenstimme. Nach langem Hin und Her um einen Kauf der Dorfwirtschaft im vergangenen Sommer, soll das neue Feuerwehrhaus inklusive Schießstand stattdessen jetzt am Ortsrand Richtung Kirchdorf entstehen (wir haben berichtet).

Bürgermeister Konrad Springer zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. „Für mich ist es wichtig, dass jetzt alle an einem Strang ziehen“, erklärte der Rathauschef auf telefonische Anfrage des Fresinger Tagblatts. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hatte Springer zu bedenken gegeben, dass die beteiligten Vereine das Gebäude einschließlich Schießstand mit „sehr viel Eigenleistung“ und „möglichst günstig bauen“ wollten. Über besagten, selbst erstellten Rohentwurf urteilte er: „Sie haben sich sehr viel Arbeit gemacht.“

Das Feuerwehrhaus soll den Plänen zufolge 32 Meter lang und 13,6 Meter breit sein. Vorgesehen sind zwei große Garagen, eine Werkstatt mit Dusche und Sanitärtrakt. Ferner soll die Feuerwehr einen Schulungsraum mit Teeküche erhalten. Ein Schießstand und Räume für den Schützenverein sind den Planungen zufolge im Dachgeschoss vorgesehen. Ein großer Aufenthaltsraum soll laut Springer Voraussetzungen für eine Mehrfachnutzung schaffen - für den Fall, dass die Dorfwirtschaft einmal ihre Pforten schließe, so Springer. Zu den Kosten liegen aktuell noch keine Zahlen vor. Der Baubeginn könnte frühestens in einem Jahr erfolgen.

Gemeinderat Johann Sebald sprach sich ebenfalls für die Pläne aus. „Mir gefällt das gut“, sagte er und regte an, dass der Architekt die Pläne jetzt nur noch „konkretisieren und verfeinern“ müsse. Susanne Ackstaller, die Kindergartenbeauftragte der Gemeinde merkte an, dass sich in unmittelbarer Nähe des neuen FFW-Standorts eine Bushaltestelle befände, und dort ständig Kinder über die Straße gehen müssten. Sie habe „ein schlechtes Gefühl“ dabei, betonte sie. Die Verkehrssituation vor Ort soll nun auf ihre Anregung hin mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde und der Polizei erörtert werden.

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