Nach Diskussion im Stadtrat

Neues Gewerbegebiet "Semptwiesen": Moosburg schickt Bitte an den Nachbarn

Moosburg - Dass die Nachbargemeinde Eching (Kreis Landshut) ein neues Gewerbegebiet plant, stößt im Moosburger Stadtrat nicht nur auf Gegenliebe. 

Ein neues Gewerbegebiet will die Gemeinde Eching (Kreis Landshut) erschließen: Wo derzeit entlang der St2350 (Ex-B11) zwischen Gasthof Sempt und McDonalds (Weixerau) noch landwirtschaftliche Flächen bestehen, sollen sich bald schon Firmen ansiedeln. So wünscht es sich jedenfalls der Gemeinderat Eching und hat deshalb die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Weil das Gebiet „Semptwiesen“ an Moosburgs nordöstliches Territorium grenzt, hatten im Rahmen der Behördenbeteiligung nun auch die Räte in der Dreirosenstadt das Vorhaben amtlich zur Kenntnis zu nehmen.

„Bauchweh“ habe er beim Blick in die Pläne bekommen, meldete sich Alfred Wagner (UMB) zu Wort. „Da steht drin, dass isolierte Einzelhandelsbetriebe mit überwiegend innenstadtrelevantem Warenangebot unzulässig sind“, berichtete Wagner und zitierte diverse Ausnahmen und weitere Passagen aus dem Bebauungsplan – die ihm letztlich „zu schwammig“ formuliert waren. Wagner: „In Degernpoint haben wir eine ganz strikte Auslegung von Einzelhandel – was auch dazu führt, dass sich Betriebe aus Moosburg absiedeln müssen. Wir sollten deshalb eine Anmerkung hinzufügen, dass auch Eching das Ganze bitte rechtlich wasserdicht formuliert.“

Das bereitete allerdings Bürgermeisterin Anita Meinelt Bauchweh: „Ich halte nichts davon, so besserwisserisch einem anderen Bürgermeister zu sagen, dass er etwas nicht richtig macht und wie toll wir es machen.“ Ohnehin seien das aus ihrer Sicht keine Belange, die Moosburg berührten. Doch eine Mehrheit (13:8) war anderer Meinung – und stimmte für Wagners Vorschlag.

"Nicht einfach alles unbegrenzt zubetonieren"

Schließlich ergriff noch Johannes Becher (Grüne) das Wort: „Wir reden ständig von Flächenverbrauch. Aber wenn man mal von Moosburg nach Landshut fährt, ist die Entwicklung schon gewaltig. Das ist jetzt wieder so ein Punkt, wo wir uns daran erinnern sollten, dass wir mit unserer Natur so sparsam wie möglich umgehen müssen. Und nicht einfach alles unbegrenzt zubetonieren.“

Armin Forster

Rubriklistenbild: © dpa

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