Neues Konzept, neuer Zeitplan

Freising - Große Freude im Stadtrat: Das Konzept zur Nutzung des Asamgebäudes nach der Generalsanierung ist optimiert worden. Mit weitreichenden Folgen. Und bereits 2015 packt man die ersten konkreten Baumaßnahmen an: Parkplatz adieu.

Der Asamkomplex soll, wenn er einmal umgebaut und saniert ist, ein Kulturtempel sein. Da hat es schon immer gestört, dass auch nach der Sanierung das Steueramt und das Personalratsbüro dort beheimatet gewesen wären. Doch das ist jetzt Geschichte: In der Optimierungsphase der Planung hat man laut Hochbauamtsleiter Robert Naujokat nun vorgeschlagen, Steueramt und Personalratsbüro auszulagern. Und das hat Konsequenzen, wie die Stadträte am Donnerstagabend erfuhren: Zusammen mit dem Stadtarchiv und Fraktionsräumen könnte man die beiden Einrichtungen in einem Neubau an der Fischergasse 2 unterbringen. Denn da, wo jetzt das Uth-Haus neben dem Parkplatz vor sich hin gammelt, ist von den Flächen her ein Gebäude möglich, das diese städtischen Einichtungen beheimaten könnte. So sage es eine Machbarkeitsstudie, berichtete Naujokat.

Und auch für das Asamgebäude selbst hat die Auslagerung von Steueramt und Personalratsbüro Folgen. Wie Architekt Anton Mang erklärte, könne man nun im Erdgeschoß zwei Geschäfte auch zum Innenhof hin situieren, was die Frequenz steigere. Im ersten Stock entstehe ein größerer, zusammenhängender Lagerraum für das Theater, außerdem ein Raum für Museumspädagogik. Und im zweiten Stock gewinne man Platz für einen Catering-Lagerraum und vor allem auch für größere WC-Anlagen.

Den Stadträten gefiel’s: Das sei „von Anfang an der richtige Schritt“, betonte Kulturreferent Hubert Hierl (CSU), denn „das Steueramt wäre hier völlig fehl am Platz gewesen“, so Reinhard Fiedler (FSM). Sebastian Habermeyer (Grüne) sagte, in fünf Jahren sei man zwar schlauer, aber jetzt gelte die Devise: „Packen wir es an! Toi toi toi! Auf geht’s!“ Man möge lediglich prüfen, welches Gewerbe im Innenhof des Asamkomplexes überleben könne. Der Beschluss, bei der Sanierung des Asamgebäudes die jetzt optimierte Planung umzusetzen, fiel einstimmig.

Und einstimmig votierte der Stadtrat auch dafür, in das Mammutprojekt bereits im nächsten Jahr einzusteigen. Hierl: „Wir können uns freuen, dass wir endlich zur konkreten Umsetzung kommen.“ Norbert Gmeiner (SPD): „Ich freue mich, dass es jetzt los geht.“ Was diese Begeisterung auslöste, war die Nachricht von Naujokat, man könne überraschenderweise Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm bekommen, wenn man noch bis November 2014 Teilbaumaßnahmen der Generalsanierung zur Bezuschussung einreiche. Das wolle man sich nicht entgehen lassen.

Folge: Mit der Neugestaltung des Asamhinterhofs, der bekanntlich einen Lastenaufzug als Bühne („Asam, öffne dich“), ein neues Trafogebäude und eine neue Moosachbrücke bekommen sowie überhaupt zu einem neuen, schönen Stadtplatz am Dombergaufgang werden soll, beginnt man bereits im kommenden Jahr.

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