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Während Pater Abraham das Fahrzeug segnet, freuen sich (v. r.) 2. Bürgermeister Karl Toth, Bürgermeister Max Riegler und Kommandant Martin Ball über das neue Tragkraftspritzenfahrzeug.

Einweihung

Neues TSF in Palzing: Feuerwehr muss schlagkräftig bleiben

Fünf Jahre ist es her, dass man in Palzing zum ersten Mal über ein neues Feuerwehrfahrzeug gesprochen hat. Dass sich die ganzen Diskussionen gelohnt haben, zeigte sich am Sonntag: Das neue TSF der Palzinger Floriansjünger wurde eingeweiht.

Palzing – Ein neues Feuerwehrfahrzeug, genauer gesagt ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), nennt die Freiwillige Feuerwehr Palzing nun offiziell ihr Eigen. Es ersetzt ein altes, das von den Palzinger Floriansjüngern nach 30 Jahren ausgemustert wurde. Den kirchlichen Segen erhielt „Palzing 44/1“– so der Einsatzname – am vergangenen Sonntag im Rahmen eines kleinen Fests vor dem Feuerwehrhaus.

Kommandant Martin Ball ließ die Geschichte der Anschaffung des neuen Fahrzeuges noch einmal Revue passieren. Bereits im Jahr 2012 habe man mit ersten Gesprächen begonnen, mit welchen Gerätschaften das neue TSF ausgestattet werden solle. Die Konzeptarbeit habe „unzählige“ Vorstandssitzungen nach sich gezogen, erinnerte Ball. Wertvollen Beitrag hätte auch die Verwaltung im Zollinger Rathaus geleistet bis man 2014 – nach vielen Informations- und Besichtigungsfahrten – endlich in die Ausschreibungsphase eingetreten sei. Mit einem Hersteller in Rendsburg im hohen Norden von Deutschland habe man letztendlich den richtigen Partner für die Zusammenarbeit gefunden. Im letzten Sommer sei das fertige Fahrzeug dann erfolgreich in Richtung Süden „überführt“ worden. Ball bedankte sich bei Zollings Bürgermeister Max Riegler und den zuständigen Mitarbeitern in der Verwaltung ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung.

Die Ausstattung der Feuerwehren sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinden, sagte Riegler. Ein schlagkräftiger und gefahrloser Einsatz müsse gewährleistet sein. Und dass es in der Gemeinde Zolling noch nie einen Unterschied zwischen Stützpunktfeuerwehr und Ortsteilfeuerwehren gegeben habe, auch daran erinnerte der Bürgermeister: „Bei uns gibt es die Diskussion nicht, welche Feuerwehr mehr wert ist. Alle sind gleich.“ Mit 140 000 Euro habe das Fahrzeug zu Buche geschlagen. Rund 40 000 Euro seien an staatlichen Zuschüssen eingegangen.

Die Gerätschaften für die Freiwilligen Feuerwehren seien der „leichtere Teil“ der kommunalen Aufgabe, so Riegler. Die wichtigere Komponente sei die Mannschaft. Die Gemeinschaft innerhalb der Palzinger Wehr sei dem Rathauschef zufolge vorbildlich. Den Floriansjüngern wünschte er „möglichst wenig“ gefährliche Einsätze und dass alle wieder gesund von den Einsätzen zurück kommen möchten.

Den Segen Gottes für die Zukunft erbat Pater Abraham, der das Fahrzeug weihte. Im Anschluss kam die Dorfgemeinschaft zum gemeinsamen Mittagessen vor dem Feuerwehrhaus zusammen.

Maria Martin

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