Polizei sucht diese Schläger - Opfer fotografierte seinen Peiniger

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Dichte Bebauung stößt auf Kritik

Vorne hui, hinten pfui

Die historische Ortmitte gegenüber der alten Pfarrkirche ist zur Zeit in aller Munde. Im Bereich des ehemaligen Kramerladens soll nachverdichtet werden und Geschoßwohnungsbau entstehen. Am Ausmaß und der Umsetzung schieden sich im Gemeinderat jetzt die Geister. Auch seitens des Publikums gab es Kritik. Es war davon die Rede, „Immobilienhaien“ Tür und Tor zu öffnen.

Neufahrn – Schon beim Bürgerspaziergang war die Wohnbebauung gegenüber der alten Pfarrkirche Thema (wir haben berichtet). Eine Teilnehmerin hatte sich darüber beschwert, dass man für den vorderen Bereich eigens einen Bebauungsplan für „Geschoßwohnungsbau“ aufgestellt habe, einen Antrag für den hinteren Bereich im Bauamt aber „einfach durchgewunken“ habe. Ein Vorwurf, den die Teilnehmerin in der Bürgerfragestunde noch einmal bekräftigte.

Mehr noch: Sie sprach von „Immobilienhaien“, die sich förmlich auf das Areal gestürzt hätten. Und das, obwohl sich mittendrin der alte Pfarrhof mit einem schützenswerten Baumbestand und nicht minder schützenswerten Tierarten wie Fledermäusen und viele andere mehr befinden würden.

Auf Letzteres war auch Bauamtsleiter Michael Schöfer in seinen Ausführunge eingegangen. Das gelte es, bei der Weiterverfolgung des Bauvorhabens zu berücksichtigen. Zu dem ebenfalls geäußerten Vorwurf, die vorgesehenen Bebauung sei zu massiv, sagte Schöfer, dass sich 30 zusätzliche Wohnungen sehr wohl ins Umfeld einfügen ließen. Schließlich handle es sich um ein „allgemeines Wohngebiet“, und es habe in dem Fall keinen Grund gegeben, „einen Bebauungsplan in Erwägung zu ziehen“.

Ganz im Gegensatz zum vorderen Teil mit insgesamt fünf Baukörpern. Vier an der Dietersheimer Straße gelegene Gebäude sind als Geschoßwohnungsbau und das eine „Am Anger“ als Kombination aus „Wohnungsbau und Reihenhausbebauung“ deklariert. Dass sich der Bauherr bereiterklärt hatte, die Fassade des ehemaligen Kramerladens (siehe Foto) zu erhalten, stellte die Verwaltung in der Sitzung als Entgegenkommen dar. Denkmalgeschützt sei das Gebäude nicht. Unabhängig davon sei es in Abstimmung mit dem Heimat- und Geschichtsverein gelungen, diese Abmachung zu treffen, hieß es. Dem Vorhaben stimmte der Gemeinderat auch mit großer Mehrheit zu.

Die Kritik an dem, im Bauamt positiv bewerteten Antrag auf Vorbescheid für den Bereich dahinter, aber blieb. Beate Frommhold-Buhl (SPD) monierte, der Bauausschuss sei damit nicht betraut gewesen. Gerhard Michels (CSU) sprach von „Verwaltungsverfügung“. Bürgermeister Franz Heilmeier kündigte indes an, demnächst im Bauausschuss darüber „informieren“ zu wollen.

Alexander Fischer

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