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Integration im Hort

Neufahrn: Integrative Betreuung auch im Hort im Fokus

Die Gemeinde Neufahrn richtet im Kinderhort am Jahnweg zwei Plätze für integrative Betreuung ein. Der Bedarf ist unbestritten, da der Kindergarten Zauberwald seit mehreren Jahren als integrative Einrichtung geführt wird und dort regelmäßig bis zu 15 Kinder mi Behinderung betreut werden.

Neufahrn– Das Argument, dass dadurch auch im Hort ein integratives Angebot von Nöten ist, leuchtete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ein. Man will bereits 2018 damit beginnen. Ein Kalkül der Verwaltung, die dem Hort organisatorisch zugeordnete Mittagsbetreuung II könne aufgrund rückläufiger Bedarfszahlen überflüssig werden, ging aber nicht auf. Die provisorische Mittagsbetreuung II ist in Containern untergebracht. Die wären, einer Argumentation von Hauptamtsleiter Wilfried Gast zufolge, womöglich nicht mehr von Nöten. Grundlage dafür waren Elternbefragungen, deren Ergebnisse allerdings angezweifelt wurden.

Schul- und Kindergartenreferent Josef Eschlwech (FW) äußerte Zweifel. Er riet auf alle Fälle dazu, die Entwicklung abzuwarten und die Container noch zu behalten. „Wir sind zu euphorisch“, warnte Eschlwech. Eine Meinung, die sich im Gremium durchsetzte. Markus Funke (FDP) hielt den Vorschlag für „nicht richtig aufbereitet“ und schlug vor, zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu diskutieren.

Den Passus aus dem Beschlussvorschlag, wonach die auf dem Parkplatz vor dem Hort stehenden Container nach dem Schuljahr 2018/2019 nicht mehr gebraucht und abgebaut werden könnten, strich man daraufhin. Dass die Daten besagter Elternbefragung nicht sonderlich belastbar sind, dafür sprach auch ein Beitrag aus dem Publikum: Eine Betroffene zog die Ergebnisse wegen des aus ihrer Sicht dürftigen Rücklaufs der Elternbefragung in Zweifel. Es war von lediglich 20 Prozent die Rede.

Für die zunächst auf zwei Plätze beschränkte integrative Betreuung im Hort erwartet die Verwaltung noch keine „gewichtigen, finanziellen Auswirkungen“. Die Weiterentwicklung des Angebots bedürfe jedoch einer neuerlichen Beschlussfassung. Zu den Befürwortern der neuen Regelung zählte auch Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl (SPD): „Eine positive Entwicklung“, sagte sie.

Alexander Fischer

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