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Zunehmend zugeparkt: Viele der Kennzeichen lassen den Schluss zu, dass Flughafennutzer ihre Autos auf den am Keltenweg gelegenen Stellplätzen stehen lassen.

Keltenweg soll wieder frei werden

Neufahrn: Kampfansage an Flughafen-Parker

Es soll Leute geben, die im Internet nach kostenlosen Parkplätzen rund um den Flughafen suchen. Fündig werden sie unter anderem in Neufahrn: am Parkplatz am Keltenweg, gegenüberdes REWE-Markts zum Beispiel. Ein Unding, wie Sportreferentin Manuela Auinger jüngst im Gemeinderat sagte.

Neufahrn – Die Kennzeichen lassen in gewisser Weise tatsächlich auf Flughafen-Parker schließen. Reihum finden sich Autoschilder wie WUG, WEN, FDS oder Fahrzeuge aus Rosenheim, Miesbach oder Freiburg. Auch ausländische Kennzeichen von Autos aus der Slowakei oder dergleichen sind keine Seltenheit mehr. Aus Sicht von Manuela Auinger ist das ein nicht hinzunehmender Zustand – noch dazu, wenn Großveranstaltungen in der Käthe-Winklmann-Halle, Handballspiele und Fußballturniere der Vereine anstehen.

„Wir müssen eine Lösung finden, diese Leute wegzubringen“, forderte Auinger im Gemeinderat. Sie sprach von 70 Prozent Dauerparkern und davon, dass man entsprechende Hinweisschilder aufstellen sollte.

Geschäftsleiter Eduard Sczudlek erklärte, dass das Problem bereits „in Arbeit“ sei. Er verwies auf den für Verkehrsangelegenheiten zuständigen Rathausmitarbeiter Steffen Ratajszak, der sich dem Thema widme. „Kommt“, sagte er kurz in Richtung Auinger und kündigte an, dass das in der nächsten Bauausschuss-Sitzung behandelt werde.

Die Gemeinderätin teilte jetzt auf Nachfrage hin mit, dass das Problem bereits „seit anderthalb, zwei Jahren“ bekannt sei. Sie werde „immer wieder darauf angeredet“, erklärte sie – unter anderem von „Neufun“-Betriebsleiter Antonio Campos, aber auch von Vereinsverantwortlichen.

Zum einen stellten die Dauerparker eine Einschränkung für die Badegäste dar, zum anderen sei bei Großveranstaltungen kein Platz für auswärtige Besucher. „Da stehen immer viele Autos. Wir haben einen Großparkplatz, der durch Fremdparker genutzt wird“, beschwert sich die Sportreferentin. Der Parkplatz zählt weit über 100 Buchten. Unter den gegebenen Umständen reicht das aber nicht. „Teilweise stehen die eine Woche da“, begründet Auinger ihre Bedenken. Und sie fügt an: „Das monieren viele Neufahrner, auch in den Bürgerversammlungen.“

Ihr schwebt auf lange Sicht eine Lösung wie am Park&Ride-Platz am Bahnhof vor. Dort würde kontrolliert, dass die Autos nicht über Nacht stehen bleiben. Zunächst gelte es aber noch, Geld in die Hand zu nehmen und Schilder aufzustellen. Auf denen solle klar ersichtlich sein, dass Dauerparken verboten ist.

Nach Auskunft von Sczudlek sind die Voraussetzungen für eine entsprechende Überwachung des Parkplatzes am Keltenweg durchaus gegeben. Erst kürzlich habe man die Stundenzahl in Bezug auf die Kontrollen der kommunalen Verkehrsüberwachung angehoben. Die kommunale Verkehrsüberwachung nimmt eine Firma wahr.

Alexander Fischer

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