OMG-Schüler beim Finale der Physik-Olympiade

Klausuren und Kopfschütteln

Sein außergewöhnliches Physik-Talent stellte Carlos Esparza Sanchez, Schüler am Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn (OMG), unter Beweis. Er nahm am Bundesfinale der Internationalen Physikolympiade (IphO) teil – und berichtet im FT davon.

„Nach der Anreise wurden erst mal organisatorische Dinge geklärt und wir haben auch schon mal in einem Vortrag das Forschungszentrum Jülich vorgestellt bekommen. Wir Teilnehmer kannten uns schon von der dritten Runde her. 

Bei den Betreuern handelte es sich um ehemalige Teilnehmer, die jetzt studieren. Die darauffolgenden vier Tage liefen alle nach dem gleichen Schema ab: Nach dem Frühstück wurden wir mit dem Bus zum Schülerlabor des Forschungszentrums Jülich gefahren, wo wir jeden Tag eine dreistündige Klausur geschrieben haben. Insgesamt gab es abwechselnd zwei theoretische und zwei experimentelle Arbeiten. In der Theorie gab es Aufgaben zu allen möglichen Themen – von der Thermodynamik schwarzer Löcher angefangen über Meteorologie bis hin zu umkippenden Blumenvasen. Bei den praktischen Klausuren mussten wir die Eigenschaften einer gegebenen Linse bestimmen oder es ging um das Verhalten von Photo-Resistoren. Nach der Mittagspause begann das Nachmittagsprogramm.

Das bestand aus Aufgabenseminaren, der Besichtigung des Forschungszentrums sowie der Exkursion in den Braunkohletagbau. Nachdem wir wieder in die Unterkunft zurückgefahren wurden, haben wir uns mit Spielen erholt. Abends saßen manche noch in der Lounge und haben sich mit den Betreuern unterhalten. Am letzten Abend gab es schließlich die gefürchtete Klausurbesprechung, bei der jeder sich kopfschüttelnd von den Betreuern anhören musste, wie einfach die Aufgaben doch zu lösen gewesen wären. Erst kurz vor der Abreise fand die Preisverleihung statt, bei der man auch erst seine Platzierung erfahren hat. Ich bin siebter geworden, womit ich nicht zu den fünf gehöre, die Deutschland beim internationalen Wettbewerb vertreten. Aber ich kann nächstes Jahr nochmal teilnehmen. Zudem bekam ich ja als „Trostpreis“ ein zweiwöchiges Praktikum am Forschungszentrum Jülich.“

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