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Aus dem Bauausschuss Neufahrn

Neufahrn: Neue Planung für Döner-Drive-In und Hotel genehmigt

Die Imbiss-Kette „Oliva“ Am Römerweg will eine Produktionsstätte mit Schnellrestaurant und Hotel bauen. Das Projekt liegt wegen planerischer Defizite jedoch auf Eis. Nachgebesserte Pläne bringen wieder Bewegung in die Sache.

Neufahrn – Der vor mehr als einem Jahr eingereichte Plan für eine 900 Quadratmeter große Produktionsstätte, für ein „Döner-Drive-In“-Schnellrestaurant mit knapp 100 Quadratmetern und ein 240-Betten-Hotel mit allem Pipapo, liegt immer noch im Landratsamt Freising. Offenbar wegen einer ganzen Reihe planerischer Defizite, wie es am Montag im Bauausschuss hieß. Auch von diesem Gremium hatte es Kritik gegeben. Vor allem die Zufahrt, sprich die Ein- und Ausfahrtsituation, war als unbefriedigend empfunden worden.

Antragsteller Ali Alkan hat deshalb auf den Stillstand in diesem Genehmigungsverfahren reagiert und ein anderes Architekturbüro mit der Planung des Vorhabens beauftragt.

Mit den neuen Plänen konnte sich der Bauausschuss schon eher anfreunden. Vor allem, dass das Multifunktionsgebäude, zu dem auch ein großer Saal für Hochzeiten und dergleichen zählt, jetzt parallel zur B 11 situiert sein soll und eine Umfahrung des gesamten Areals möglich erscheint, wirkte sich positiv auf die Beurteilung aus. Noch dazu sind in dem separat geplanten Parkhaus mit 234 Stellplätzen 24 mehr vorgesehen, als verlangt. Das Urteil der Verwaltung lautete deshalb: „Die räumliche Anordnung der beiden Baukörper unterscheidet sich leicht von der vorherigen Planung.“ Sie ermögliche nun eine komplette Umfahrung, „was die Abwicklung des Zu- und Abfahrtverkehrs im Einbahnstraßensystem deutlich vereinfacht“, wie es in der Darstellung hieß.

Damit waren aber noch nicht alle Bedenken ausgeräumt: Statt der bei dieser Größe vorgesehenen 150 Fahrrad-Abstellplätze sieht der Antrag nur 70 davon vor.

Nach Vorstellung von Burghard Rübenthal (CSU) sollte die Gemeinde deshalb eine Vereinbarung mit dem Betreiber anstreben, wonach die fehlenden Fahrrad-Stellplätze bei Bedarf nachzurüsten sind. Andererseits gab es Ausschussmitglieder wie Markus Funke, die fanden, man könne auch mit 70 Fahrrad-Abstellplätzen gut leben. Thomas Seidenberger (FW) störte sich dagegen an der Wandhöhe des Multifunktionsgebäudes, das insgesamt 1,44 Meter über der festgesetzten Höhe von 16 Metern liegt. Am Ende stimmten neun von zehn Ausschussmitgliedern den neuen Plänen zu. Ganz so wie es dem Beschlussvorschlag der Verwaltung entsprach. Die von Rübenthal vorgeschlagene Nachbesserung bei den Fahrradstellplätzen fand keine Mehrheit.

Alexander Fischer

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