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Diese mannsgroße Krippe im Altarraum der Pfarrkirche Sankt Franziskus ist ab Heiligabend dort aufgestellt.

32 Mal staunen auf dem Neufahrner Krippenweg

„Auf den Weg nach Bethlehem“ macht sich der Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn wieder zum diesjährigen Advent. Da darf auch der „Krippenweg“ nicht fehlen.

Neufahrn Am Donnerstag, 30. November, referiert die Kunsthistorikerin Sylvia Hahn um 20 Uhr in der Gaststätte Maisberger über Krippen und Krippenbräuche. Die langjährige Direktorin des Freisinger Diözesanmuseums geht dabei vor allem auf die Krippen des Museums ein und stellt ganz unterschiedliche Darstellungen von der Geburt Christi vor. Vielfältig wie die Krippen sind auch die Bräuche rund um das Aufstellen im Advent und in der Weihnachtszeit.

Um das Geschehen im Stall von Bethlehem auch nach vielen Hundert Jahren den – nicht nur einfachen – Leuten nahezubringen, wurden die Krippenlandschaften oft dorthin verlegt, wo die Botschaft ankommen sollte: Nach Sizilien, an adelige Fürstenhöfe oder in oberbayerische Dorflandschaften.

Nachvollziehen kann man das auch heuer wieder beim „Neufahrner Krippenweg“. Vom ersten Advent bis Heilig-Drei-König werden in den Schaufenstern und Kirchen zwischen dem S-Bahnhof und der alten Kirche an der Dietersheimer Straße 32 Krippen ausgestellt. Die überwiegend selbst gebauten Ställe stammen meist von Neufahrner Privatleuten, die sie zur Verfügung gestellt haben. Lustige, kindliche Darstellungen wie eine Eierschachtelkrippe oder eine Entenkrippe wechseln sich mit klassischen oberbayerischen Krippenlandschaften, einer Laternen-Krippe, einer Bananenblatt-Krippe aus Afrika, einer Papierkrippe mit den Kirchen von Neufahrn und Mintraching oder einer kunstvollen orientalischen Krippe ab. Von Samstag, 2. Dezember, bis 6. Januar 2018 heißt es wieder: „Geh’n wir Christkindl schauen!“

Zur Eröffnung des dritten Neufahrner Krippenwegs lädt der Heimatverein für Samstag, 2. Dezember, um 17 Uhr zur Ökumenischen Andacht ein. Pfarrerin Anna Hertl und Pfarrer Otto Steinberger stimmen die Besucher auf die beginnende Adventszeit ein. Die ökumenische Andacht signalisiert, dass in der Advents- und Weihnachtszeit nicht der Kommerz im Mittelpunkt steht.

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