Abschiedsworte von Vanessa Müller und Matteo Nigro.
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Abschiedsworte von Vanessa Müller und Matteo Nigro.

Bei der Abschiedsfeier am OMG Neufahrn gab es viel Lob und ein bisschen Politik in den Reden

Abschlussfeier am OMG Neufahrn: Das Abi, ein Kompass, wichtiger denn je

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Es war ein „cooler Jahrgang“. Das bescheinigte den OMG-Absolventen Neufahrns Bürgermeister. Und auch sonst gab es mächtig viel Lob für die Abschlussschüler.

Neufahrn - Als sie ans OMG – also: ans Oskar-Maria-Graf-Gymnasium – kamen, hätten sie nur gedacht: „OmG“ – also: Oh, mein Gott. Die Schüler, die am Freitag ihr Abi-Zeugnis erhielten. Jetzt also haben sie es geschafft, haben ihr Abitur in der Tasche. „Alles hat nun ein glückliches Ende gefunden“, bestätigte auch Schulleiterin Juliane Stubenrauch-Böhme der Absolvia 2021.  Und: Heiraten könne man zwei oder drei Mal, das Abitur sei aber wirklich einzigartig im Leben.

Das erste dicke Lob kam am Freitag bei der Abiturfeier (Corona-bedingt in zwei Schichten) von Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeier: „Ein cooler OMG-Jahrgang“ sei das, der für seine Arbeit und Disziplin gerade in diesen Zeiten viel Respekt verdient habe. Die „erstklassigen Abiturienten an einem erstklassigen Gymnasium“ würden Zielstrebigkeit und Erfolgswillen vereinen. Heilmeier wurde auch politisch: Die schnell wechselnden Vorgaben aus dem Kultusministerium hätten schon Kraft und Nerven gekostet, so Heilmeier. Die Diskussionen um die Luftfilteranlagen, deren Nutzen und Wert er skeptisch sehe, bezeichnete er als „Scheindebatte“ darüber, ob den Kommunalpolitikern der Schutz der Kinder etwas wert sei. Elternbeiratsvorsitzende Andrea Schafferhans-Fuhrmann war da anderer Meinung: So überraschend komme die Sache mit den Luftreinigungsanlagen nicht, schon im vergangenen Herbst sei darüber diskutiert worden. Freilich: Solche Anlagen seien „nicht alles, aber ein wichtiger Baustein“. Kommunalpolitiker müssten schon Verantwortung übernehmen, forderte Schafferhans-Fuhrmann.

„Es ist geschafft“, hieß es am Freitag für die Abiturienten am Neufahrner Gymnasium.

Jetzt stehen alle Wege offen

Der Absolvia 2021 bescheinigte die Elternbeiratsvorsitzende, sie habe „etwas Tolles geschafft“. Den Abiturienten stünden nun alle Wege offen, sie hätten die Reife erlangt – seien nun reif für die Hochschule, reif fürs Leben, vielleicht auch „reif für den Urlaub“. Nachdem Friedrich Kempe und Thomas Kopatsch im ersten Teil der Veranstaltung die Abiturrede gehalten hatten, traten im zweiten Teil Vanessa Müller und Matteo Nigro ans Mikrofon: Corona – das habe teilweise zu Nervenzusammenbrüchen geführt, auch in einer „Leuchtturmschule“ in Sachen Digitalisierung. Das Gebäude selbst, bei dem der Weg von einem Ende zum anderen einer Odyssee gleiche, sei schon ein „fundamentales Bauwerk“ – Sauna gratis inklusive, spottete das Duo. Und die Lehre, die die Abiturienten nach Jahren am OMG aus dem Umgang mit den Lehrern gezogen hätten? „Obacht geben heißt länger leben.“

„Ein glückliches Ende“ hat die Zeit am OMG für die Absolvia 2021 gefunden.

Das Positive nicht aus dem Blick verlieren

Stubenrauch-Böhme hoffte trotz allem, dass den Abiturienten die positiven Erlebnisse im Gedächtnis bleiben, und bescheinigte der Absolvia 2021, dass sie in rund 10 000 Schulstunden am OMG „die Nerven bewahrt“ habe. „Es ist geschafft“, sagte die Schulleiterin und appellierte an die Absolventen, ihre Talente, ihre Bildung und ihren kritischen Geist zu nutzen. Mit dem Abi hätten sie nun „einen Kompass“, der in einer Welt, die aktuell aus den Fugen zu geraten scheine, wichtiger sei denn je. Und dann gab es die Zeugnisse. Endlich.

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